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Basics: Augenheilkunde (5. Auflage)

Autor: Cordula Dahlmann
ISBN: 978-3-437-42108-2
Auf den ersten Blick:
Entspricht den anderen Büchern der Basics-Reihe, ist schmal, wie ein Arbeitsbuch mit Softcover,
nicht zu dick, schreckt nicht ab.
Aufbau und Layout:
Das Buch ist aufgebaut wie alle Bücher der Basics-Reihe: Zunächst kommt ein Teil Allgemeine
Augenheilkunde (ca. 25%), der die Basis für den Speziellen Teil Augenheilkunde (ca.60 %) bildet.
Am Ende gibt es noch einige kurze Fallbeispiele (ca 15 %).
Inhalt:
Wir finden hier zunächst einen Überblick über Anatomie/Physiologie des Auges und des Sehens
und lernen dann noch etwas über Pathologie und Mikrobiologie des Auges und Grundtechniken der
ophthalmologischen Anamnese- und Untersuchungstechniken sowie allgemeine Therapieprinzipien.
Im Anschluss wird auf die Erkrankungen des Auges eingegangen, gegliedert ist dies in
Erkrankungen des inneren und äußeren Auges und darüber hinaus werden noch ein paar
Extrathemen wie Optik, Traumatologie und spezielle Themen behandelt. Abgeschlossen wird mit
ein paar Fallbeispielen, durch die das Erlernte jetzt noch mal reaktiviert und verinnerlicht werden
kann.
Abbildungen und Illustration:
Es gibt viele Abbildungen und Illustrationen, die die Lektüre ausgesprochen auflockern. Die Bilder
sind groß genug und haben eine gute Qualität, die Illustrationen sind nicht überladen und
dadurch sehr einprägsam.
Fazit:
Für den Einstieg und für Ahnungslose bietet dieses Lehrbuch einen super Überblick über das kleine,
aber dennoch sehr relevante Fach Augenheilkunde. Wer sein vorbestehendes Wissen vertiefen
möchte, ist hier sicher an der falschen Adresse. Daher mein Fazit zur 5. Auflage Augenheilkunde
Basics: Dieses Lehrbuch eignet sich gut, um sich einem Thema anzunähern und schon einmal eine
gute Vorstellung über die wichtigsten Prinzipien zu bekommen oder sich mit den Abbildungen ein
bereits bearbeitetes Thema nochmals einzuprägen, es ersetzt allerdings nicht das Lesen eines
“großen” Lehrbuchs.
Auf einen Blick Schulnote (1-6):
 Erster Eindruck: 1
 Formaler Aufbau: 1
 Didaktik: 1
 Inhalt : 2
 Relevanz fürs Studium: 1
 Layout insgesamt: 1

 Abbildungen: 2
 Grafiken /Tabellen: 2
 Preis-Leistung: 1
 Zielgruppe: Für alle, die einen groben Einblick in die Augenheilkunde möchten, ohne sich
durch dicke Fachliteratur zu wälzen.

 

Titel: 50 Fälle Pädiatrie – Aus Klinik und Praxis

Autor: Ania Carolina Muntau
ISBN: 978-3-437-43302-3
Auf den ersten Blick:
Das Buch enthält 50 Fälle zu verschiedensten pädiatrischen Krankheitsbildern. Die zweite
Auflage ist sehr aktuell und gut recherchiert. Zu jedem Fall gibt es Fragen, die dann
ausführlich beantwortet werden. Zum Lernen, Wiederholen und Wissen Testen sehr gut
geeignet.
Aufbau und Layout:
Am Anfang gib es verschiedene Inhaltsverzeichnisse, sodass man gezielt nach Krankheiten
oder Symptomen suchen kann. Jeder Fall beinhaltet eine kurze Anamnese,
Untersuchungsbefunde und Laborergebnisse. Die Leitsymptome stehen in der Überschrift,
das ist manchmal etwas schade, da die Fälle dann recht einfach zu lösen sind. Zu jedem
Fall gibt es Fragen meist zur Ätiologie, Differenzialdiagnosen, Diagnostik und Therapie.
Diese Fragen soll man selbst beantworten und kann die eigene Antwort dann auf den
nächsten Seiten mit den Lösungen vergleichen. Es gibt farblich hervorgehobene „Merke“
Kästchen. Am Ende jedes Falls gibt es eine Zusammenfassung und ein „Was wäre, wenn“
Kasten, in dem eine Differenzialdiagnose kurz erläutert wird.

Inhalt:
Die Fälle decken viele verschiedene pädiatrische Krankheitsbilder ab, die in der Praxis relevant
sind. Die Fallbeispiele sind kurz und prägnant geschildert. Wenn Laborergebnisse dabeistehen sind
nur in einem Teil der Fälle die Normwerte dabei, das ist manchmal etwas nervig, andererseits
trainiert man so auch besser die Werte. Die Lösungen zu den Fragen sind sehr ausführlich, so kann
man nicht nur die eigene Antwort korrigieren, sondern lernt auch noch etwas dazu oder ruft sich
Dinge in Erinnerung. Die 2. Auflage ist von den Inhalten sehr aktuell, sodass man sich auf die Infos
gut verlassen kann.
Die Fragen zu den Fällen sind immer auf das gesuchte Krankheitsbild fokussiert. Man kann deshalb
leider nicht gut über Differenzialdiagnosen diskutieren und diagnostische Abläufe erlernen.
Abbildungen und Illustration:
Wenn es im Fallbeispiel relevant war, wurden Bilder integriert, oft Röntgenbilder oder Bilder von
Patienten. Sehr positiv sind die Tabellen oder Flow-Charts, welche z.B.
Differenzialdiagnosen und deren Merkmale gut darstellen.
Fazit:
Für Pädiatrie-Interessierte macht das Buch wirklich Spaß und ist lehrreich. Manchmal ist es schade,
dass man mit den Fallbeispielen keinen diagnostischen Ablauf und somit Diagnosefindung üben
kann. Aber alles in allem ein sehr gutes Buch.
Auf einen Blick Schulnote (1-6):

 Erster Eindruck: 2
 Formaler Aufbau: 2
 Didaktik: 2
 Inhalt : 1
 Relevanz fürs Studium: 1
 Layout insgesamt: 1
 Abbildungen: 2
 Grafiken /Tabellen: 1
 Preis-Leistung: 2
 Zielgruppe: Studierende, die an Pädiatrie interessiert sind und praxisorientiert lernen und
üben wollen

 

Titel: Fallbuch Innere Medizin

Autor: Bernhard Hellmich
ISBN: 978-3-13-243202-4
Auf den ersten Blick:
Übersichtliches, schön gestaltetes Buch mit praxisnahen Fällen für jeden Medizinstudenten, um auf
das PJ oder die Assistenzarztzeit vorzubereiten, ganz unabhängig vom Vorwissen oder
Facharztwunsch, welches sich gut und verständlich lesen lässt.
Aufbau und Layout:
Das Fallbuch ist ordentlich und übersichtlich aufgebaut. Anfangs werden die Fälle vorgestellt, am
Ende die Lösungen. Diesen Aufbau finde ich sinnvoll und verständlich. Schnell habe ich die
Lösung zu meinem Fall gefunden. Besonders gut gefällt mir das Inhaltverzeichnis, mit Aufteilung
in Fachbereiche, als auch in Fälle. Es ist gut durchdacht, die Fachbereiche nicht direkt
hintereinander vorzustellen, damit man nicht direkt errät worum es geht.
Auch die verschiedenen Frageunterteilungen gefallen gut, um Schritt für Schritt den Fall
abzuarbeiten. Dennoch ist es mir zu viel Platz, um seine Antworten einzutragen. Ich denke wenige
Studenten, werden diese Funktion nutzen. Die meisten werden die Antworten im Kopf durchgehen
und nicht aufschreiben, vielleicht sogar direkt nachschauen, was richtig ist. Stattdessen wünsche ich
mir mehr Infos über den Fall. Vielleicht ein richtiges Labor, mehr Bilder von den Symptomen, auch
mal ein EKG, wenn keine kardiale Diagnose gesucht wird. Weniger Platz zum Schreiben, mehr
Infos, um sich den Patienten besser vorzustellen.

Ähnlich wünsche ich mir mehr Bilder in den Lösungen. Die Lösungen mit Bildern, bleiben viel
besser im Gedächtnis und helfen im echten Leben einen direkten Bezug zum Fall zu haben.
Außerdem würde ich mir eine deutlichere, optische Abgrenzung innerhalb der Lösungen für die
einzelnen Fälle. Die Unterteilung nur durch eine große Überschrift ist etwas unübersichtlich und
insbesondere, wenn zwei Lösungen zu zwei Fälle auf einer Seite sind, rutscht man ab und an in die
falsche Lösung. Ein einfacher dicker Strich zwischen den Fällen, würde ausreichen. Alternativ
könnte man die einzelnen Überschriften der Fälle farblich gleich gestalten, anstatt die Fragen.
Inhalt:
Inhaltlich ist das Buch super. Die Informationen sind klar und verständlich. Man wird nicht mit
Informationen überflutet, sondern bekommt ordentlich selektiert die wichtigsten Infos zur Diagnose
auf einen Blick. So lernt man nicht nur die Diagnosefindung, sondern auch einiges über das
Krankheitsbild. Ein paar mehr Laborwerte mit Beispielen wären schön.
Das Fallbuch lässt sich gut lesen, auch wenn man mal nicht intensiv lernen möchte, sondern einfach
etwas medizinischen Input lesen möchte, bei dem trotzdem etwas hängen bleibt. So wird die Innere
Lehre „spielerisch“ und einfach beigebracht. Durch das „Rätseln“ bleibt es spannend und ist kein
trockener Stoff.
Abbildungen und Illustration:
Die vorhandenen Abbildungen und Illustrationen sind gut und bleiben im Gedächtnis. Gerne noch
mehr davon.
Fazit:
Ich würde das Fallbuch Innere Medizin jedem Studenten in der Klinik weiterempfehlen und habe

einiges beim Lesen gelernt ohne mich dabei intensiv zu konzentrieren oder beim Lernen
anzustrengen. Es überfordert den Studenten nicht und bietet einen basierten Überblick über die
Innere Lehre, welchen jeder angehende PJ’ler oder Arzt haben sollte.
Auf einen Blick Schulnote (1-6):
 Erster Eindruck: 1
 Formaler Aufbau: 2
 Didaktik: 2
 Inhalt : 1
 Relevanz fürs Studium: 1
 Layout insgesamt: 2
 Abbildungen: 3
 Grafiken /Tabellen: 3
 Preis-Leistung: 4
 Zielgruppe: Das Fallbuch ist gut geeignet für jeden Kliniker, der in Richtung der
PJ/Assistenzarztausbildung blickt oder sich etwas tiefgründiger auf eine Famulatur in der
Notaufnahme vorbereiten möchte. Es geht nicht zu tief in die Materie und ist auf keinen Fall
nur für Innere-Fans gedacht, sondern bildet einen guten Grundstein für ein sicheres
Auftreten in einer Famulatur und in der Notaufnahme oder einen Überblick für die Innere
Klausur.

 

Titel: Kurzlehrbuch Neuroanatomie, 2. Auflage

Autor: Michael Schmeißer, Sven Schumann
ISBN: 9783131429520
Auf den ersten Blick:
Ein kompaktes Kurzlehrbuch im modernen Thieme Design, welches das komplexe Themengebiet
der Neuroanatomie übersichtlich – aber dennoch in ausformulierter Textform – darstellt.
Aufbau und Layout:
Das Kurzlehrbuch Neuroanatomie ist in vierzehn Kapitel gegliedert. Zunächst werden allgemeine
Grundlagen erläutert sowie die Embryologie besprochen, bevor im Einzelnen die diversen Regionen
in Aufbau und Funktion betrachtet werden. Das vorangestellte ausführliche Inhaltsverzeichnis
ermöglicht dem Studierenden eine schnelle Orientierung innerhalb des Werkes.
Ein jedes Kapitel beginnt mit einem anschaulichen, kurzweiligen Einstiegstext. Darin wird das im
Anschluss besprochene Thema auf ein Fallbeispiel beziehungsweise eine alltagsnahe Situation
bezogen und regt gelungen zum Weiterlesen an. Gefolgt wird diese Einleitung von einem kurzen
Überblickstext und anschließen der strukturierten Beschreibung der Inhalte. In Abgrenzung zu den
Lernatlanten erwarten den Lesenden des Kurzlehrbuchs ausformulierte Texte, ergänzt durch
sorgfältig ausgewählte Grafiken und Tabellen. Um den Studierenden einen Ausblick auf die Klinik
zu bieten, werden diese durch Textfelder mit klinischem Bezug erweitert.
Die farbliche und strukturelle Gestaltung ist im klassischen – und beliebten – Thieme Stil gehalten,
sodass zum Beispiel mit Hervorhebungen gelungen wichtige Inhalte betont werden.
Inhalt:
Im Sinne des Titels „Kurzlehrbuch“ erheben Schmeißer und Schumann den Anspruch, alle
relevanten Inhalte der Neuroanatomie kompakt zusammenzufassen. Im Rahmen der Lektüre zur
Vorbereitung auf das entsprechende Testat scheint dies gelungen zu sein. Gerade da der
durchschnittliche Studierende oft auf Basis von Halbsätzen, Stichpunkten und dergleichen lernt –
seien es eigene Mitschriften aus den Vorlesungen oder Recherchen auf Amboss – zeichnet sich das
Lehrbuch durch seine zusammenhängenden Texte aus und ermöglichen so dem ein oder anderen ein
besseres Verständnis der Inhalte. Beispielsweise lässt sich dazu das Kapitel Zwischenhirn
(Diencephalon) betrachten: Dort wird zunächst das Zwischenhirn eingeteilt und dann die einzelnen
Anteile in Struktur und Funktion erklärt. So wird ein komplexes Themengebiet möglichst einfach
ausformuliert erklärt.
Abbildungen und Illustration:
Als Mitglied der Thieme Familie profitiert das Werk von exzellenten Abbildungen anderer
Lehrwerke. Seien es mikroskopische Abbildungen aus dem Werk von Lüllmann-Rauch oder
makroskopische Illustrationen aus dem Prometheus LernAtlas gezeichnet von Voll und Wesker.
Diese stellen gelungen die vermittelten Inhalte visuell dar und ermöglichen ein Nachvollziehen der
erläuterten Strukturen anhand von qualitativ höchstwertigen Grafiken.

Fazit:
Mit dem Kauf des „Kurzlehrbuch Neuroanatomie“ von Michael Schmeißer und Sven Schumann
(begründet von Norbert Ulfig) erhält der Studierende ein handliches Werk in hochwertiger
Gestaltung. Die Inhalte werden trotz aller Kürze detailliert beschrieben und ergänzen das erlernte
Wissen in ausformulierter Textform. Vor dem Hintergrund der Struktur der Anatomielehre in der
JGU Mainz, erscheint dieses Buch jedoch für den durchschnittlichen Studierenden zu umfassend,
um in seiner Gänze zur Testat- oder Klausurvorbereitung genutzt zu werden. Gerade nach langen
Lerntagen, muss man sich eingestehen, dass man doch geistig bei der Lektüre nach wenigen Seiten
abschweift. Dies ist weniger der Qualität als den Bedingungen und dem Umfang zuzuschreiben.
Für interessierte Studierende und als Nachschlagewerk ist es guten Gewissens zu empfehlen.

Auf einen Blick Schulnote (1-6):
 Erster Eindruck: 1-2
 Formaler Aufbau: 2
 Didaktik: 2-3
 Inhalt : 2
 Relevanz fürs Studium: 2-3
 Layout insgesamt: 2
 Abbildungen: 1
 Grafiken /Tabellen: 1-2
 Preis-Leistung: 2-3 (ca. 35€)
 Zielgruppe: Für interessierte Studierende der Vorklinik, sowie zur Ergänzung der
Grundlagen der Neurologie / Neuroradiologie im fortgeschrittenen Studienverlauf.

 

Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin (10.Auflage)

Autor: Hans Walter Striebel
Verlag: Thieme
ISBN: 978-3-13-243104-1
Auf den ersten Blick:
Umfangreiches Werk (674 Seiten) zu den Bereichen der Anästhesie, Intensivmedizin und
Notfallmedizin für Studierende und Pflegekräfte in der Fachweiterbildung.
Aufbau und Layout:
Beim ersten Öffnen besticht dieses Buch direkt mit einem sehr detaillierten Inhaltsverzeichnis und
der Einteilung in viele Unterkapitel. Dies vereinfacht das schnelle Finden einzelner Themen beim
Lernen und kurzen Nachschlagen. Die einzelnen Kapitel enthalten häufig zusätzlich hervorgehobene
Definitions- sowie Merke-“Kästen“, um noch einmal wichtige Details für den klinischen Alltag
darzustellen. Des Weiteren werden insbesondere praktische Erklärungen mit Bildillustrationen
zusätzlich erklärt, welches die Verständlichkeit deutlich steigert.
Insgesamt ist das Buch sehr übersichtlich gestaltet und ermöglich ein strukturiertes Lernen der
behandelten Themen.
Das Buch richtet sich an Studierende im Praktischen Jahr sowie Gesundheits- und
Krankenpfleger/innen in der Fachweiterbildung.
Inhalt:
Inhaltlich widmet sich dieses Buch zum Großteil dem Fachbereich Anästhesie mit detaillierten
Unterkategorien (allgemeiner Teil, Lokal- und Regionalanästhesie, spezielle Narkosevorbereitung,
typ. Narkoseprobleme, spezieller Teil, Aufwachraum). Ferner werden Grundlagen der
Intensivmedizin, der Notfallmedizin sowie der Therapie von chronischen Tumorschmerzen
behandelt. Die einzelnen Kapitel sind stets gut strukturiert und stellen die Themen von Grund auf
dar. Besonders im Bereich der Anästhesie wird zusätzlich praktisch relevantes Detailwissen auf sehr
verständliche Weise vermittelt. Als zusätzlicher Plus-Punkt sind die zahlreichen online abrufbaren
Videos zur Vermittlung von praktischen Fertigkeiten zu nennen, die das Erlernen nicht nur aus der
Theorie heraus deutlich vereinfachen.
Abbildungen und Illustrationen:
Wie schon oben erwähnt, werden in diesem Buch besonders praktische Fertigkeiten zusätzlich mit
Bildern und auch Videos verdeutlicht, welche in vielen Kurzlehrbüchern leider nicht zum Einsatz
kommen. Auch die dargestellten Tabellen, besonders zu Medikamenten und Dosierungen sind
strukturiert dargestellt und wirken nicht überladen.
Zusätzliche werden im Anhang noch einmal klinisch relevante Laborparameter, sowie im Klinikalltag
häufig verwendete Abkürzungen übersichtlich dargestellt.
Fazit:
Insgesamt lässt sich das Buch durch seinen strukturierten Aufbau sehr gut zum Lernen nutzen.
Besonders im Bereich der Anästhesie werden die Grundlagen bis hin zu Detailwissen vermittelt.
Zusätzlich wird ein großer Wert auf die Vermittlung von praktischen Fertigkeiten gelegt, welches die
Vorbereitung auf den Einstieg in den klinischen Alltag deutlich vereinfacht.

Zum Erlernen von Detailwissen in den restlichen Bereichen lohnt es sich dann aber, ein
umfangreicheres Lehrbuch des entsprechenden Fachbereiches zu erwerben.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6):
Formaler Aufbau: 1
Didaktik: 1
Inhalt: 2
Relevanz fürs Studium: 1-2
Layout insgesamt: 1-2
Abbildungen: 1-2
Graphiken/Tabellen: 2
Preis/Leistung: 2
Zielgruppe: Studierende der Medizin (klinischer Abschnitt), Pflegekräfte in der Fachweiterbildung
Fazit: Gesamt-Note: 1-2

 

Titel: Taschenbuch Anatomie, 3.Auflage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor: Benninghoff, Drenckhahn; herausgegeben von D. Drenckhahn und J. Waschke
ISBN: 978-3-437-42303-1
Auf den ersten Blick:
Unter dem Motto „Die Anatomie in der Tasche!“ wird auch in der dritten Auflage des Taschenbuchs
Anatomie vom Benninghoff/Drenckhahn die Darstellung der relevanten Fakten der gesamten
makroskopischen Anatomie angestrebt. So erwartet den Lesenden auf über 500 Seiten ein
Rundumschlag, der alle Bereiche des menschlichen Körpers beschreibt.
Aufbau, Layout und Inhalt:
Das Werk von Benninghoff und Drenckhahn beginnt mit einem Einführungskapitel, in welchem
grundlegende Begriffe geklärt werden. Gefolgt wird es von einem Kapitel zur Embryologie, bevor
die Anatomie in einzelnen funktionellen Systemen beschrieben wird. Dazu gehören folgende
Kapitel:
– Bewegungsapparat
– Kopf und Hals
– Atemsystem
– Verdauungssystem
– Harn- und Genitalsystem
– Herz-Kreislauf-System
– Lymphatisches System
– Endokrines System
– Nervensystem
– Sinnesorgane, Rezeptoren
– Haut und Hautanhangsgebilde
Innerhalb der jeweiligen Abschnitte wird nach einem kurzen Einleitungstext ebenso kurz die
embryonale Entwicklung der Strukturen erläutert und dann die einzelnen Elemente im Detail
beschrieben.
Trotz der relativ kleinen Schriftgröße verliert der Studierende jedoch nicht den Überblick. Dies ist
einerseits gezielten Hervorhebungen und der bewussten Gliederung innerhalb der Kapitel zu
verdanken, andererseits ermöglichen bunte Reiter und ein ausgesprochen ausführliches Sachregister
eine schnelle Orientierung im gesamten Taschenbuch.
Die Fülle an Text wird durch hochwertige Abbildungen umrahmt, die – zum Teil auch auf
mikroskopischer Ebene – gelungen die beschriebenen Inhalte verdeutlichen.
Abbildungen und Illustration:
Die für das Taschenbuch Anatomie gewählten Grafiken sind äußerst vielfältig. Unter den über 500
Abbildungen finden sich systematische Zeichnungen wie die Gliederung des Beuge- und
Strecksehnenapparates der Finger im Kapitel Obere Extremität (S.53), aber auch naturgetreue
Abbildungen wie zum Beispiel in Abb.8.12 (Innenräume eines aufgeklappten Herzens im
Längsschnitt durch die Vierkammerebene, S.328) zu sehen. Im direkten Vergleich zu den

Illustrationen des blau-weißen Konkurrenten mag die Bildqualität zwar unterliegen, dennoch
gelingt es auch hier, die relevanten Inhalte übersichtlich beschriftet darzustellen. Diese werden
durch Merk- und Klinik-Kästen ergänzt und bilden so ein kurzweiliges Gesamterscheinungsbild.
Fazit:
Das Taschenbuch Anatomie von Benninghoff und Drenckhahn wird seinem Anspruch, im
kompakten Format alle makroskopischen Inhalte darzustellen, unseres Erachtens nach gerecht. Der
Wert des Buches erscheint uns weniger in der Gesamtlektüre als im kurzfristigen Nachschlagen zu
liegen. Durch das bereits beschriebene, ausführliche Sachregister lässt sich beispielsweise auch im
Rahmen des Präparierkurses schnell eine Unklarheit beseitigen. In der praktischen Anwendung
bleibt die Frage offen, ob – sofern erlaubt – die online Suchfunktion auf Lernplattformen wie
Amboss letztlich nicht doch bevorzugt wird. Aufgrund seiner Kompaktheit und der gelungenen
Gestaltung erweist sich das Taschenbuch Anatomie dennoch als empfehlenswerte Ergänzung.

Auf einen Blick Schulnote (1-6):
 Erster Eindruck: 2
 Formaler Aufbau: 2+
 Didaktik: 3+
 Inhalt : 2
 Relevanz fürs Studium: 2
 Layout insgesamt: 1-2
 Abbildungen: 2-3
 Grafiken /Tabellen: 2
 Preis-Leistung: 2-3 (ca. 40€)
 Zielgruppe: Zum Nachschlagen und ergänzender Lektüre der vorklinischen Studierenden
im Rahmen des Präparierkurses der Anatomie.

Titel: BASICS Dermatologie, 5.Auflage

BASICS Dermatologie

 

Autor: Dorothea Terhorst-Molawi

ISBN: 9783437421341

Auf den ersten Blick:

Ein Werk aus der BASICS Reihe des Urban&Fischer Verlages. Wie gewohnt, zeichnen sich die Hefte durch ihr großes Format und die dennoch bewahrte Kompaktheit aus. So umfasst die Dermatologie Version knapp 160 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und prägnanten Erläuterungen.

Aufbau und Layout:

Das Buch ist neben Abkürzungsverzeichnis und Anhang inhaltlich in drei Hauptteile gegliedert. Zunächst den Allgemeinen Teil, in dem Grundlagen, Methoden der Diagnostik und Therapiemöglichkeiten dargestellt werden. Im Anschluss folgt der „spezielle Teil“. Dort werden die einzelnen Erkrankungsbilder erläutert. Abgerundet wird das Heft durch ein Kapitel mit fünf Fallbeispielen, die eine Anwendung des erlernten Wissens ermöglichen sollen. Das Layout ist modern und anschaulich gestaltet. Im speziellen Teil wäre eine farbliche Abgrenzung der einzelnen Kapitel zur schnelleren Orientierung wünschenswert.

Inhalt:

Wie für die BASICS Hefte charakteristisch, wird hier versucht, das Fachwissen, welches viele hundert Seiten Lehrwerke füllt, auf das Wesentliche zu komprimieren. Gerade im speziellen Teil scheint man so, prägnant alle relevanten Inhalte vermittelt zu bekommen. Beschrieben werden in diesem Teil die folgenden Kapitel:

  • Infektionen
  • Entzündliche erythematosquamöse Dermatosen
  • Intoleranzreaktionen
  • Autoimmunkrankheiten
  • Physikalisch und chemisch bedingte Hautveränderungen
  • Hereditäre Hautkrankheiten
  • Tumoren
  • Gewebs- und regionsspezifische Krankheiten der Haut
  • Hautbeteiligung bei anderen Krankheiten
  • Gefäßerkrankungen
  • Andrologie

Die jeweils dargestellten Erkrankungen der Haut werden durch kurzweilig formulierte Texte beschrieben. Neben klinisch/diagnostischen Aspekten werden auch die Prophylaxe und spezifische Therapieansätze erklärt. Es ist schwierig zu beurteilen, ob durch die Komprimierung der Inhalte auf unter 200 Seiten einzelne Themen zu knapp oder gar nicht behandelt werden. Jedoch findet man gerade für die Prüfungsvorbereitung gewiss eine umfassende Auswahl an Hauterkrankungen übersichtlich erläutert. Hervorgehobene Zusammenfassungen betonen am Ende des Kapitels die wichtigsten Punkte erneut.

Abbildungen und Illustration:

Wie gewohnt, erwarten den Lesenden eines Dermatologiebuchs eine Vielzahl eindrucksvoller Abbildungen. Wie man von Elsevier / Urban&Fischer gewohnt ist, sind diese in hoher Bild- und Druckqualität dargestellt. Dadurch, dass stets extreme Ausprägungen der Erkrankungen zu sehen sind, ist gut zu erkennen, welche Kennzeichen charakteristisch für die jeweiligen Hauterscheinungen sind. Ergänzt werden diese durch kompakte Tabellen und einzelne Graphen.

Fazit:

Die Lehre in der Dermatologie an der Universitätsmedizin in Mainz baut vor allem auf einem eigens erstellten Skript auf. Unseres Erachtens nach, eignet sich das BASICS Dermatologie gut dazu, die dort abgebildeten Inhalte zu ergänzen. Gerade die Fließtextform, die im Werk von D. Terhorst-Molawi geboten wird, ermöglicht so eine schnelle ergänzende Lektüre.

 

Auf einen Blick Schulnote (1-6):

  • Erster Eindruck:             2
  • Formaler Aufbau:               1-       
  • Didaktik: 2         
  • Inhalt: 2+      
  • Relevanz fürs Studium: 2-       
  • Layout insgesamt: 1-       
  • Abbildungen: 2+      
  • Grafiken /Tabellen: 2         
  • Preis-Leistung: 1-       
  • Zielgruppe: interessierte Studierende, die gerne von prägnanten Ergänzungen im Fachgebiet der Dermatologie profitieren möchten

 

Titel: Atlas der Anatomie, 7. Auflage

 

Autor: Frank H. Netter

ISBN: 3437416073 // 978-3437416071

Auf den ersten Blick:

Ein vergleichsweise kompakter Atlas, der wohl auch als relativ handlicher Begleiter mit in den Präparierkurs genommen werden kann. Auf der Front wird mit der Bilingualität der Ausgabe geworben. Als besonderes Extra kann man auf der Innenseite des Einbandes den Anweisungen folgen und bekommt Zugriff auf die digitale Version des Atlas.

Aufbau und Layout:

Der Atlas beginnt mit einer in dieser Auflage neu kreierten Einführung, die Übersicht über grundlegende Inhalte bietet. Die folgenden 528 Tafeln sind in folgende Regionen eingeteilt:

  • Kopf und Hals
  • Rücken und Wirbelsäule
  • Thorax
  • Abdomen
  • Becken und Dammregion
  • Obere Extremität
  • Untere Extremität

Somit wird bereits über das Inhaltsverzeichnis eines deutlich: bei diesem Werk handelt es sich nicht um ein Teilkapitel der Anatomie, sondern um ein Kompendium der gesamten Anatomie. Dank der farblichen Gestaltung der Kopfzeilen der einzelnen Kapitel ist eine schnelle und angenehme Orientierung im Atlas möglich.

Inhalt:

Vor dem Hintergrund, dass es sich hierbei um eine internationale Zusammenstellung basierend auf den künstlerischen Werken von Frank H. Netter, einem New Yorker Arzt und Zeichner handelt, erklärt sich der inhaltliche Auftritt des Buches. Denn hierbei erwarten den Studierenden fast ausschließlich Illustrationen und nahezu kein Text. Die Illustrationen sind ausführlich mit lateinischen Bezeichnungen gekennzeichnet.  Kurze Erläuterungstexte finden sich nicht. Jede einzelne Seite trägt eine Überschrift auf Deutsch, die um eine englische Übersetzung ergänzt ist. Dafür, dass explizit mit der Bilingualität geworben wird, erscheint die englische Sprache einzig in den Überschriften.

Abbildungen und Illustration:

Die absolute Stärke des Atlas der Anatomie von Netter liegt zweifelsfrei in der Vielzahl hochwertiger und detailgetreuer Zeichnungen. Dabei stellt er die verschiedenen Organe aus diversen Blickwinkeln dar und zeigt auch innerhalb der jeweiligen Grafiken geschickt mehrere Ebenen/Tiefen der jeweiligen Struktur. Ergänzt werden Netters Abbildungen durch sehr detaillierte lateinische Beschriftungen, Übersichtstabellen auf Deutsch und einzelne radiologische Aufnahmen. Letztere unterstreichen die klinische Relevanz des vermittelten Wissens. 

Fazit:

Vor dem Hintergrund der internationalen Relevanz der Illustrationen von Netter, handelt es sich hierbei ein bedeutsames Werk. Die Graphiken sind ausgesprochen hochwertig. Es scheint sehr gut zum Nachschlagen im Rahmen des Präparierkurses geeignet zu sein. Auch wenn sich ein Atlas über sein Bildwerk definiert, mangelt es unseres Erachtens nach zum Teil an kurzen schriftlichen Erklärungen. Etwas mager fällt die beworbene Bilingualität aus. Trotz allem besticht dieser Atlas der Anatomie durch seinen künstlerischen Wert.

 

Auf einen Blick Schulnote (1-6):

  • Erster Eindruck: 1-
  • Formaler Aufbau:               2         
  • Didaktik: 3-       
  • Inhalt: 3         
  • Relevanz fürs Studium: 2         
  • Layout insgesamt: 2-       
  • Abbildungen: 1         
  • Grafiken /Tabellen: 2-       
  • Preis-Leistung: 3         

 

Zielgruppe: Vorkliniker, die gerne einen allumfassenden Anatomieatlas eines international

bekannten Anatomen ihr Eigen nennen möchten

 

Rezension Lernkarten Pharmakologie, 4. Auflage, 2019

Autor: Klem-Radinger, Sabrina ; Weber, Stefanie

ISBN: 9783437436338

Auf den ersten Blick:

Lernkarten für die Kitteltasche im Frage-Antwort-Stil für alle, die mehr auf einen Fachverlag denn die eigene Kreativität und Bastelkunst vertrauen. Es wird ein solides Basiswissen vorausgesetzt, welches durch Benutzung der Karten gefestigt und punktuell vertieft werden soll.

Aufbau und Layout:

Das Paket besteht abzüglich des Inhaltsverzeichnisses und der „Titeleiseiten“ aus 279 durchnummerierten Lernkarten, auf denen in bis zu 6 Fragen pro Karte pharmakologisches Wissen abgefragt wird. Dies geschieht hauptsächlich in Form offener Fragen, Richtig-Falsch-Fragen, Lückentexten mit und ohne vorgegebene Antwortmöglichkeit, sowie Fragen, in denen man Begriffe verschiedenen Kategorien zuordnen muss. Dabei befindet sich die Frage immer auf der Vorder-, die passende Antwort immer auf der Rückseite der spezifischen Karte.

Die Karten sind in Kapitel eingeteilt, die sich grob an den verschiedenen Fächern der Inneren Medizin (z.B. Kardiologie, Nephrologie), den Bereichen der Anästhesie, der Neurologie und der Psychiatrie richten, sowie wenigen speziellen Kategorien. Diese Kapitel sind noch einmal in Unterkapitel gegliedert, die sich oft an spezifischen Symptomen und Krankheiten orientieren.

 

Am Ende eines Kapitels gibt es eine „Check-Up“-Karte, auf der ein Fallbeispiel behandelt wird.

Zusätzlich gibt es für manche Kapitel „(…) für die Kitteltasche“-Karten, auf denen wichtige die Pharmakologie betreffende Informationen und Querverweise zu einem Fach kurz und prägnant dargestellt werden.

 

Die Karten bestehen aus „Visitenkartenpapier“, sind also etwas stabiler als eine normale Buchseite. Sie knicken dennoch relativ leicht. Hinzu kommt, dass sie mit 105 x 148 mm sehr groß sind und daher nicht ganz so einfach verstaut werden können. Die Karten richten sich eher an eine Kitteltasche und nicht so sehr an die Hosentasche auf dem Weg zum Campus. Mit einem Gewicht von 872g und Maßen von 152x109x63mm ist das Gesamtpaket inklusive Karton zur Aufbewahrung recht klobig, die Karten können jedoch sinnvoll anhand der Kapitel aufgeteilt und so mitgenommen werden.

Besonders positiv hervorzuheben ist die Einteilung der Themen nach Relevanz beziehungsweise Häufigkeit des Themas für das 2. Staatsexamen, welche mit drei Stufen darstellt, welche Themen für das IMPP wichtiger und welche unwichtiger sind, so dass man im Hinblick auf das M2 deutlich zeiteffizienter lernen kann.

 

 

Inhalt:

Die Lernkarten beinhalten im Prinzip ausschließlich pharmakologische und toxikologische Fragestellungen. Hierunter fallen sowohl Fragen der allgemeinen wie auch der speziellen Pharmakologie. Die Karten konzentrieren sich ausschließlich auf die für die Frage essenziellen Informationen. Erklärungen, Hintergründe und Querverweise sucht man auf den Karten vergeblich. Sie wollen sich eindeutig nur auf das Wesentliche beschränken. Dennoch werden die einzelnen Kapitel mit einer mehr als ausreichenden Tiefe abgedeckt.  Physiologische und biochemische Grundlagen werden im Großen und Ganzen als gegeben vorausgesetzt und nur zu Beginn eines Kapitels noch einmal kurz angerissen. Auch weiterführende Informationen zu Krankheitsbildern, die über die pharmakologischen Fragestellungen und Hinweise hinausgehen, sind nicht vorhanden.

 

Abbildungen und Illustration:

Abbildungen und Illustrationen sind in diesem zweifarbigen Werk wenige vorhanden. Am häufigsten findet man noch Tabellen, die dann als Einleitung zu einer Frage dienen oder in einer solchen ausgefüllt werden soll. Abbildungen werden nur als Lösungen zu Aufgaben, bei denen man etwas skizzieren soll, abgedruckt.

Fazit:

 

Die Lernkarten behandeln die verschiedensten Fragestellungen der Pharmakologie in einer beeindruckenden Tiefe. Hierbei ersetzen sie ein Lehrbuch aber nicht, sondern haben gerade in Verbindung mit einem solchen die beste Wirkung. Des Weiteren behandeln sie wirklich ausschließlich die Pharmakologie. Alles, was dieses Fach hinausgeht, muss gesondert nachgeschaut werden, aber das ist auch ok, es handelt sich schließlich um Lernkarten der Pharmakologie.

 

Die Karten können sehr gut während der Famulatur in der Kittelasche mitgeführt werden, um pharmakologisches Wissen jederzeit schnell auffrischen zu können. Möchte man jedoch im Bus auf dem Weg dorthin noch etwas Pharmakologie lernen, ist dies durch die Größe der Karten jedoch ein manchmal etwas umständliches Unterfangen. Gleichzeitig können die Karten zur Prüfungsvorbereitung vor dem 2. Staatsexamen sowie Prüfungen der Universitäten selbst benutzt werden. Besonders gut lassen diese sich dabei zu zweit oder in kleinen Lerngruppen verwenden, indem man mit ihnen ein Quiz baut, was das doch recht trockene Fach Pharmakologie deutlich spannender zu lernen macht.

 

Durch die verschiedenen Fragetypen werden sowohl der Fragentypus des IMPP, Fragen aus einer schriftlichen Prüfung und sogar mündliche Testate ausgiebig simuliert. Wer diese Karten also gut durcharbeitet, muss sicherlich keine pharmakologische Prüfung mehr fürchten. Bulimielerner in der letzten Nacht vor der Prüfung werden mit diesem Produkt jedoch eher weniger Freude haben.

Wer sich also gut im Fach Pharmakologie vorbereiten will und dabei keine Zeit und Muße hat sich selbst eine umfangreiche Lernkartensammlung zu basteln, macht mit diesem Produkt vieles richtig.

 

 

Auf einen Blick Schulnote (1-6):

  • Erster Eindruck: 2
  • Formaler Aufbau:               1         
  • Didaktik: 2         
  • Inhalt:             1         
  • Relevanz fürs Studium: 1         
  • Layout insgesamt: 3         
  • Abbildungen: 4         
  • Grafiken /Tabellen: 2         
  • Preis-Leistung: 2         
    • Zielgruppe: Studierende der Medizin im klinischen Abschnitt vor Pharmakologie-Prüfungen und dem 2. Staatsexamen sowie Famulierende in eher konservativ behandelnden Fächern

 

  • Fazit Note 2

 

 

Titel: Pathologie – das Lehrbuch

Lehrbuch Pathologie

Autor: Höfler, Gerald; Kreipe, Hans; Moch, Holger

ISBN: 3437423908 // 978-3437423901

Auf den ersten Blick:

Ein umfangreiches Werk in klassischer Elsevier-Gestalt. Über 1000 Seiten, die darauf warten, auch tiefergehendes Wissen zu vermitteln. Wie der Welsch in der vorklinischen Histologie, so das Lehrbuch Pathologie als klinisches Pendant.

Aufbau und Layout:

Zunächst wird die allgemeine Pathologie dargestellt. Zu diesen ersten sieben Kapiteln gehören neben Grundlagen zu Zellreaktionen auch genetische, tumoröse und kardiale Erkrankungen. Im weiteren Verlauf wird die spezielle Pathologie ausgeführt. Dieser Teil ist nach einzelnen Organen beziehungsweise Organsystemen gegliedert. Das Layout besticht in typischer Elsevier Manier: farbige Reiter ermöglichen eine zeitsparende Orientierung, diverse Tabelle stellen relevante Inhalte anschaulich dar, übersichtliche Schemazeichnungen ergänzen hochwertige Präparataufnahmen und rote, blaue und grüne Kästen markieren wichtige Informationen zu Molekularpathologie, Pathogenese und Morphologie.

Inhalt:

Zu Beginn eines jeden Kapitels erläutern die Autoren physiologische Kennzeichen des jeweiligen Gewebes und ermöglichen den Lesenden so, sich an vorklinische Inhalte zu erinnern. Anschließend an die Physiologie werden diverse Pathologien, deren Charakteristika und Pathogenese besprochen. Dazu finden sich stets große, strahlende Aufnahmen des Gewebes, sowohl in makroskopischer, als auch in mikroskopischer Darstellung. Die Ausformulierungen sind angenehm lesbar und kurzweilig. Auffallend ist, dass nicht ausschließlich die Pathologie der Krankheitsbilder, sondern auch klinische Aspekte beleuchtet werden, sodass der Studierende einen umfassenden Eindruck zur jeweiligen Erkrankung bekommt.

Abbildungen und Illustration:

Wie bereits oben erwähnt, zeichnet sich das Lehrbuch durch eine Vielzahl an qualitativ hochwertigen Präparataufnahmen aus. Gerade im ersten Abschnitt, der allgemeinen Pathologie, können die Autoren mit gelungenen Diagrammen, Wortflussschemata und dergleichen glänzen. Die Tabellen sind zum großen Teil sehr anschaulich und prägnant, wirken an anderen Stellen allerdings etwas überladen. Dennoch überzeugt das Werk dank eindrucksvoller Abbildungen.

Fazit:

Wer zu vorklinischen Zeiten ein Freund des Welsch (Histologie) war, der wird vom Lehrbuch der Pathologie nicht enttäuscht. Das vermittelte Wissen ist sehr tiefgehend und bietet somit eine erfolgversprechende Quelle zum Nachschlagen. Für den durchschnittlichen Studierenden vermag es zu umfangreich sein, das komplette Werk im Rahmen einer Klausurvorbereitung durchzuarbeiten. Zur Vertiefung bei besonderem Interesse und Erläuterung der Inhalte aus den Vorlesungen ist es guten Gewissens zu empfehlen.

 

Auf einen Blick Schulnote (1-6):

  • Erster Eindruck: 1
  • Formaler Aufbau:               2         
  • Didaktik: 1-       
  • Inhalt: 2         
  • Relevanz fürs Studium: 2         
  • Layout insgesamt: 1         
  • Abbildungen: 1         
  • Grafiken /Tabellen: 2-       
  • Preis-Leistung: 2-3     
  • Zielgruppe: Nachschlagewerk für interessierte Studenten und Pathologen

 

Titel: 100 Fälle – Allgemeinmedizin aus der Praxis

Autor: Reinhold Klein

ISBN: 9783437431586

Auf den ersten Blick:

Das Buch „100 Fälle – Allgemeinmedizin“ präsentiert sich in einer modern gestalteten und handlichen Form. Es scheint seinem Slogan „die Fälle – systematisch, praktisch, gut.“ Bereits auf den ersten Blick gerecht zu werden. Die Struktur ist einfach und praktisch: 100 aneinander gereihte Fälle, die jeweils durch eine kompakte Fallbeschreibung eingeleitet werden, zum Nachdenken anregen und dann auf zwei bis drei Seiten behandelt und aufgelöst werden.

Aufbau und Layout:

Der oben beschriebene Aufbau wird durch das gesamte Werk aufrechtgehalten und bietet so kurze und übersichtliche Falldarstellungen. Dem Inhalt vorangestellt, befindet sich dankenswerterweise ein Abkürzungsverzeichnis sowie eine Tabelle mit physiologischen Laborwerten. Das Inhaltsverzeichnis schließt sich in mehrfach gegliederter Ausführung an. Einerseits die Fälle in Reihenfolge, dann eine Übersicht nach Diagnosen in alphabetischer Ordnung und eine nach kasuistischen Sachgruppen. Im hinteren Teil des Buches werden allgemeinmedizinische Grundbegriffe geklärt und es findet sich ein Sachregister.

Das Layout der einzelnen Fälle orientiert sich in der Regel an sechs Kernfragen und wird durch eine angenehme farbliche Gestaltung abgerundet. Zum Teil gibt es farblich hervorgehobene Kästen, die auf besonders wichtige Inhalte und Anmerkungen aufmerksam machen.

Inhalt:

Inhaltlich erwartet den Lesenden eine Auswahl an charakteristischen Fällen der Allgemeinmedizin. Diese sind sehr vielfältig und bieten somit einen gelungenen Überblick über die Breite der Allgemeinmedizin. Besonders angenehm ist dabei, dass sich die einzelnen Beschreibungen auf wenige Seiten beschränken und völlig unabhängig voneinander sind, sodass man spontan durchstöbern und sich weiterbilden kann. Innerhalb der Fallbesprechungen werden auch allgemeine Gradings, Einteilungen und dergleichen dargestellt und daraufhin fallbezogen angewendet. Einziger Kritikpunkt: zum Teil wäre eine tiefergehende differentialdiagnostische Abgrenzung wünschenswert.

Abbildungen und Illustration:

Im Rahmen der jeweiligen Fallvorstellung findet sich in der Regel eine Fotografie der Pathologie beziehungsweise des Patienten, die um Grafiken, Tabellen oder Aufnahmen von nützlichen Untersuchungsgeräten ergänzt werden. Diese vermitteln einen guten visuellen Eindruck zur Kasuistik.

Fazit:

Ein absolut empfehlenswertes Werk von Reinhold Klein. Gerade für die lockere Lektüre geeignet, bietet es auf eine angenehme Art und Weise Einblicke in die Allgemeinmedizin. Vor allem zu Beginn des klinischen Abschnitts kann man sich so für den eigenen Bedarf weiterbilden und bekommt einen Eindruck vom Ablauf einer Fallbehandlung. Das moderne Layout und bodenständige Formulierungen, ermöglichen ein kurzweiliges Leseerlebnis und runden das 100 Fälle-Konzept gelungen ab.

Auf einen Blick Schulnote (1-6):

  • Erster Eindruck: 1
  • Formaler Aufbau:               1         
  • Didaktik: 1-       
  • Inhalt:                         1         
  • Relevanz fürs Studium: 2         
  • Layout insgesamt: 1         
  • Abbildungen: 1-       
  • Grafiken /Tabellen: (1-2)   
  • Preis-Leistung: 2+
  • Zielgruppe: zur lockeren Lektüre für Studenten der ersten acht Fachsemester

 

Buchrezension

Leitsymptome von A-Z – Diagnosefindung im klinischen Alltag, 8. Auflage


Autor: Annemarie Hehlmann

ISBN: 978-3-437-42105-1

Auf den ersten Blick:

Ein kompaktes, optisch ansprechendes, übersichtliches Werk – zwar zu groß für die Kitteltasche, aber optimal, um sich im Studium und im klinischen Alltag schnell einen Überblick zu verschaffen.

Aufbau und Layout:

Beim ersten Aufschlagen präsentiert sich das Buch in einer einfach gehaltenen, aber ansprechenden Farbwahl aus Blau- und Grautönen, die eine leichte Orientierung innerhalb der Kapitel und Themengebiete ermöglichen. Abbildungen sind in diesem Buch nicht zu finden, dafür aber übersichtliche Tabellen, mit den wichtigsten Fakten.

Auf den ersten Seiten befindet sich ein kompaktes alphabetisches Inhaltsverzeichnis, zusätzlich gibt es am Ende des Buches ein ausführliches Register, in dem die Krankheiten nochmal mit ausgewählten Leitsymptomen ebenfalls alphabetisch aufgelistet sind. Dies ermöglicht eine schnelle Orientierung innerhalb des Werks, die gerade im klinischen Einsatz sehr wichtig sein kann.

Das Buch ist für Studenten der klinischen Semester und auch für Ärzte im klinischen Einsatz gedacht. Es setzt sich zur Aufgabe den sehr umfangreichen Stoff von wichtigen Leitsymptomen kompakt zu strukturieren und für einen schnellen Überblick während der Diagnosefindung zu sorgen. Zu jedem Leitsymptom werden mögliche Krankheitsbilder in Ursachen, Begleitsymptomen und Diagnostik übersichtlich dargestellt, außerdem werden ausgewählte Themen in so bezeichneten „Merke“- und „Hintergrund“- Kästchen ein wenig erläutert und mit wertvollen Tipps aufbereitet.

Inhalt:

Inhaltlich versucht die Autorin ein möglichst breites Spektrum an Leitsymptomen strukturiert und zum Großteil stichpunktartig darzustellen. Das Buch ist aber keine einfache Auflistung von möglichen Diagnosen, sondern gibt einem durch kurze erklärende Sätze zu den einzelnen Stichpunkten einen Leitfaden zur Diagnosefindung an die Hand.

Das Werk ist kein klassisches Lehrbuch, dass man durcharbeiten kann und setzt ein hohes Maß an Hintergrundwissen voraus, da die einzelnen Krankheitsbilder nicht erklärt, sondern meist nur tabellarisch aufgezählt werden. Es zielt vielmehr darauf ab, dem Verwender einen schnellen Überblick zu gewähren und ihm das gesamte Spektrum der möglichen Krankheitsbilder, die ein Symptom hervorrufen können, bewusst zu machen.

Positiv hervorzuheben ist, dass zu Beginn jedes Themas durch eine Definition des jeweiligen Symptoms klar abgegrenzt wird, worum es sich handelt. Die Autorin gibt dem Lesenden so eine Sicherheit, da er nochmals in Erinnerung gerufen bekommt, was das jeweilige Symptom charakterisiert und hilft ihm beispielsweise auch dabei sich zu erinnern, was er bereits über mögliche Krankheitsbilder weiß.

Ich persönlich habe das Buch während einer Famulatur in der Internistischen Notaufnahme in der Praxis „getestet“ und fast durchweg positive Erfahrungen gemacht. Der Anamneseleitfaden, der als Unterpunkt der „Diagnostik“ zu jedem Symptom an die Hand gegeben wird, war subjektiv meist vollständig und hat eine gute Übergabe der Patienten an den behandelnden Arzt ermöglicht. Bei den Patienten, die mit einer Diagnose weiterbehandelt oder überwiesen wurden, habe ich auch im Nachhinein nochmal das Buch mit dem jeweiligen Leitsymptom aufgeschlagen und die Diagnose stets als Möglichkeit dort vorgefunden. Es macht auf mich also an der riesigen Bandbreite an möglichen Erkrankungen gemessen einen „vollständigen“ Eindruck.

Ebenfalls positiv hervorzuheben ist, dass das Buch nicht wie vergleichbare Werke ein reines Nachschlagewerk zu möglichen Diagnosen ist, sondern immer auch kurze, wichtige Informationen zu den Krankheitsbildern liefert. Diese kurzen Texte ersetzen natürlich nicht das klassische Lehrbuch, aber helfen dem Lesenden sehr bei der Orientierung und geben ihm einen schnellen, kompakten Überblick.

Aufgrund der erheblichen Menge von möglichen Diagnosen fühlt man sich als Leser von manchen stichpunktartigen Aufzählungen etwas erschlagen und denkt bei der Diagnosefindung gerade bei sehr häufigen Krankheitsbildern auch mal in zu viele Richtungen. Dies ist in meinen Augen eine zweischneidige Klinge, da man einerseits natürlich möglichst alle Diagnosen auflisten möchte, andererseits auch versuchen muss den Blick und die Gedanken auf das durch Häufigkeit bedingt Wesentliche zu konzentrieren.

Abbildungen und Illustration:

Da das Buch wie bereits erwähnt kein übliches Lehrbuch darstellt, sind auch keine Abbildungen zur Veranschaulichung darin zu finden. Dies wäre anhand der Fülle von Informationen gar nicht zu realisieren.

Illustrationen finden sich ausschließlich in Form von Übersichtstabellen, die ich persönlich als sehr hilfreich empfunden habe. Sie sind sehr schlicht gehalten und auch nicht sonderlich gut geeignet um „auswendig gelernt“ zu werden, dafür aber sehr informativ und erlauben eine schnelle Übersicht.

Fazit:

In meinen Augen ein sehr praxisrelevantes Buch, dass sich in Praktika und Assistenzarztzeit integrieren lässt und in der Klinik eine wertvolle Unterstützung bei der Diagnosefindung sein kann. Es setzt zwar ein hohes Maß an Wissen voraus – was von einem Studenten der höhen Semester natürlich auch erwartet werden kann – gibt dann aber durchaus Sicherheit im praktischen Einsatz und dem Lesenden einen nützlichen Leitfaden an die Hand

 

Auf einen Blick Schulnote (1-6):

  • Erster Eindruck: 1-2
  • Formaler Aufbau:               1         
  • Didaktik: 1-2     
  • Inhalt : 1-2     
  • Relevanz fürs Studium: 2-3     
  • Layout insgesamt: 2         
  • Abbildungen: –         
  • Grafiken /Tabellen: 2         
  • Preis-Leistung: 2         
  • Zielgruppe: Studenten der klinischen Semester und Ärzte
  • Fazit: Note 1-2

 

Titel: Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie – BASICS, 5.Auflage

 BASICS Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Autor: Jens Vater, Lars Töpfer

ISBN: 9783437423079

 

Auf den ersten Blick:

Ein gutes Basisbuch für die Fachrichtung „Anästhesie“.

Aufbau und Layout:

Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut und man findet sich schnell zurecht. Am Anfang überzeugt direkt ein Abkürzungsverzeichnis, dass vor allem Einsteigern eine gute Orientierungshilfe bietet. Nachfolgend findet man ein detailliertes Inhaltsverzeichnis, das am Anfang jeden Kapitels nochmal mit Unterpunkten aufgeführt wird. Das erleichtert die Suche nach einzelnen Themen, wenn gezielt in einem Unterkapitel etwas nachgelesen werden möchte. Schaubilder und Tabellen sind im richtigen Maße und an der richtigen Stelle eingesetzt und bieten dem Leser einen großen Mehrwert. Hier sind die Flussdiagramme im hinteren Teil hervorzuheben.

Für Studenten, die sich zum ersten Mal mit dem Fachbereich der Anästhesie auseinandersetzen ist dieses Buch für einen ersten Überblick gut geeignet.

Inhalt:

Inhaltlich widmet sich das Basics-Buch drei großen Themenkomplexen, der Anästhesie, der Intensivmedizin und der Schmerztherapie. Das Thema Anästhesie wird hierbei sehr ausführlich behandelt. In einem ersten allgemeinen Teil werden Grundlagen der Physiologie, Pharmakologie und Technik vermittelt. Die jeweiligen Unterkapitel dazu haben eine gute überschaubare Länge. Die vielen eingefügten Schaubilder, Fotos und Tabellen machen das Lesen und Lernen abwechslungsreich und am Ende jedes Kapitels hebt eine kurze Zusammenfassung wichtige Fakten nochmals hervor.

Im nachfolgenden speziellen Teil des Buches wird die Thematik dann vertieft und detailliert einige Anästhesieverfahren aufgezeigt. Wer die Basics-Reihe kennt, wird hier überrascht sein, da das vermittelte Wissen schon etwas über die Grundlagen hinausgeht. Dieser zweite Teil beinhaltet jedoch auch die Teilbereiche der Intensivmedizin und Schmerzmedizin, die leider inhaltlich dafür deutlich kürzer gefasst sind.

Das Thema Schmerzmedizin beispielsweise umfasst nur 6 Seiten. Möchte man sich in diesem Bereich grundlegend informieren und wählt nach dem Buchtitel das Basics-Buch aus, bietet dieses nur sehr überschaubaren Inhalt.

 

Abbildungen und Illustration:

Wie oben erwähnt, enthält das Heft viele Schaubilder und Tabellen, diese veranschaulichen das Gelesene nochmals und zeigen wichtige Punkte „auf einen Blick“. Insbesondere die Fotos sind für Einsteiger super, hier bekommt man als Studierender gute Einblicke in den klinischen Alltag und Lust darauf, sein neu gewonnenes Wissen anzuwenden.

Stark überzeugend sind die Flussdiagramme am Ende des Buches. Sie bieten mit allen wichtigen Informationen einen schnellen Leitfaden, um gezielt in bestimmten Situationen zu reagieren. Das hat großen Mehrwert und bietet die perfekte Grundlage für Studierende, die die Fächer noch nicht kennen, sich jedoch für Famulaturen schnell und effektiv vorbereiten möchten.

 

Fazit:

Insgesamt bietet das Basics-Buch, was es verspricht, nämlich „Basics“! In manchen Bereichen mehr in anderen weniger, jedoch ausreichend, um einen Überblick über das Fach Anästhesie zu bekommen. Es ist strukturiert aufgebaut und gut flüssig lesbar, also perfekt, um sich als Einsteiger ein neues Thema in seinen Grundzügen anzueignen.

 

Auf einen Blick Schulnote (1-6):

  • Erster Eindruck: 2
  • Formaler Aufbau:                        1         
  • Didaktik: 1        
  • Inhalt:             2        
  • Relevanz fürs Studium: 2        
  • Layout insgesamt: 2        
  • Abbildungen: 1        
  • Grafiken /Tabellen: 1        
  • Preis-Leistung: 3        

 

Zielgruppe: Studierende am Anfang des klinischen Studienabschnittes

 

Note insgesamt: 2

 

 

 

 

Die Rezensionen sind nach Klinik/Vorklinik und dann alphabetisch nach Fächern geordnet.

1. Staatsexamen

Anatomie

Sobotta, Atlas der Anatomie *Sonderausgabe*

Verlag: Elsevier
Autoren: Friedrich Paulsen (Autor), Jens Waschke (Autor)
Erscheinungsdatum: 11/2016, 23. Auflage
ISBN: 978-3437440830

Auf den ersten Blick:

Die meisten geläufigen Anatomieatlanten sind in drei Bücher unterteilt, die sich jeweils einem der drei großen Gebiete der Anatomie widmen:  Allgemeine Anatomie und Bewegungsapparat, Innere Organe und Kopf, Hals und Neuroanatomie. Das eher Außergewöhnliche an dieser Sonderausgabe des Sobotta-Atlas ist das kompakte Format in einem einzigen Band. Beim Aufschlagen des Atlas fallen einem zuerst die vielen farbigen anatomischen Zeichnungen auf, die nach Themenkomplexen angeordnet sind und mit kleinen Textabschnitten versehen sind.

Aufbau und Layout:

Direkt auf der zweiten Seite hinter dem Buchumschlag sieht man die Gliederung des Atlas. In sich gleicht der Aufbau des Buches einer Kombination der drei Bücher, die die drei Themenbereiche der Anatomie im Normalfall beinhalten würde. Jedes „Teilbuch“ beinhaltet in dieser Ausgabe auch ein eigenes Deckblatt, Bildernachweis, Gliederung, Einleitung , Anhang, Glossar und Register. Gekennzeichnet sind die drei Großkapitel durch innerhalb des jeweiligen Kapitels einheitliche Farbgebung. Diese Dreiteilung des Buches lässt sich auch bereits von außen am Seitenrand durch die eben genannten Farben erkennen, wodurch ein guter Überblick und ein schnelles Zugreifen auf den gesuchten Bereich möglich gemacht wird. Zusammenfassend bis hierhin ist also zu sagen, dass diese Sonderausgabe einer Aneinanderreihung der drei Teilatlanten gleicht, welche sowohl bereits von außen, als auch von innen erkennbar ist. Gemäß der Funktion eines Atlas enthält dieser eine enorm große Anzahl an Bildern, um genau zu sein, 1529 Tafelbilder mit 1768 Einzelabbildungen. Dieses hohe Maß an virtuellem Material, das folglich auch einen Großteil jeder Seite einnimmt, ist für ein stark visuell geprägtes Fach, wie die Anatomie, von essentieller Bedeutung. Die Umsetzung des Ausgleichs zwischen Bildmaterial, Text und Freiflächen ist äußerst angenehm gestaltet: ein bis maximal vier visuelle Komponenten mit zusätzlichen Textmaterial pro Seite. Wobei die zuvor als letztere genannte Komponente der freien Flächen zur Übersicht und Beruhigung der Augen beiträgt. Es handelt sich also um ein logisch aufgebautes und übersichtliches System.

Inhalt:

Beim Inhalt möchte ich zunächst zwischen visuellem Inhalt und solchem in Textformat unterscheiden. Wie bereits oben erwähnt befindet sich sehr viel Bildmaterial in dem Buch. Dieses besteht überwiegend aus Zeichnungen anatomischer Strukturen, als auch aus Tabellen sowie Fotos von bildgebenden Verfahren, wie zum Beispiel Röntgenbildern. Zur Verständlichkeit des Inhaltes steht den schematischen Zeichnungen stets die Nomenklatur der anatomischen Strukturen im Fachterminus bei. Aber auch das Textmaterial unter den zugehörigen Bildern trägt zum Wissenserwerb bei. Aufgrund des eher geringen Textanteils pro Seite ist eine umfassende Beschreibung des Abgebildeten kaum möglich, sondern man konzentriert sich auf das Wichtigste.

Abbildungen und Illustrationen:

Die Zeichnungen sind von hoher Qualität und bieten eine gute Veranschaulichung des menschlichen Körpers. Trotz des zweidimensionalen Mediums eines Buches, regen die Bilder eine dreidimensionale Visualisierung an, welche für eine Vorbereitung sowie Nachbereitung des Präparierkurses von großer Wichtigkeit ist. Die Abbildungen und Illustrationen machen, aufgrund ihres Mengenanteils und ihrer Relevanz, folglich den wichtigsten Teil des Atlas aus und werden im Zuge dessen auch in ihrer Varianz an didaktisch sinnvollen Punkten eingesetzt.

Fazit:

Diese Sonderausgabe des Sobotta-Atlas bietet eine kompakte Form des Anatomie-Lernens. Das Gefühl, dass sich all das Wissen, das man für das Anatomie-Semester braucht, in einem Buch befindet, ist durchaus beruhigend. Allerdings sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass man dennoch an einigen Stellen ein zusätzliches Lehrbuch gut gebrauchen kann, welches einem weiter reichende Informationen und Zusammenhänge genauer verdeutlichen kann. Zuallerletzt noch kurz zum „Sobotta vs. Prometheus Thema“. Generell ist anzumerken, dass es sich bei beiden um Atlanten der Anatomie handelt und beide alle Bereiche des menschlichen Körpers abdecken. Beim Prometheus findet man etwas mehr Text, wohingegen sich der Sobotta mehr auf das Bildmaterial fokussiert. Gleichzeitig ist der Sobotta preisgünstiger im Vergleich zu seinem Konkurrenten. Was einem im Endeffekt besser gefällt, ist meiner Erfahrung nach jedoch sowohl Geschmacks-, als auch Gewöhnungssache.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 2
Inhalt                                     2
Relevanz fürs Studium      2
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        1
Graphiken/Tabellen           1
Preis/Leistung                     2

Zielgruppe: Studenten der vorklinischen Semester

Anmerkung: Die Sonderausgabe als Taschenbuch in einem Band ist mittlerweile nicht mehr verfügbar, wohl aber die klassische Variante in drei Bänden.

Mündliche Prüfung Anatomie

Verlag: Thieme
Autoren: Siegfried Mense
Erscheinungsdatum: 04/2018, 1. Auflage
ISBN: 9783132422315
Preis: 29,99€

Auf den ersten Blick:

Eine kompakte Zusammenstellung möglicher Prüfungsinhalte der mündlichen Prüfung in Anatomie. Prüfungsbezogene Ergänzung zu den großen Prometheus Anatomieatlanten.

Aufbau und Layout:

Schlägt man dieses Taschenbuch auf, so zeigt sich zugleich die klare Strukturierung nach Themen, die sich als roter Faden durch verschiedenfarbige Gestaltung durchzieht. Außerdem wird deutlich, was bereits im Vorwort angesprochen wird: es handelt sich bei diesem Werk von Siegfried Mense nicht um eine vollständige Darstellung aller Themengebiete, sondern um eine Fragensammlung basierend auf Menses langjährigen Erfahrungen als Prüfer. Dennoch ist es keine reine Aneinanderreihung von Fragen, die den Studierenden erwartet. Denn es finden sich ansprechende Tabellen mit wichtigen Punkten zur Übersicht und viele Illustrationen, die im Bereich „Abbildungen und Illustrationen“ ausführlicher behandelt werden. Insgesamt wirkt das Layout sehr durchdacht und vermittelt eine klare Struktur mit leserfreundlicher Ausarbeitung, sodass selbst bei längerer Auseinandersetzung mit dem Buch, die Farben und die Darstellung des Texts nicht unangenehm wahrgenommen werden.

Inhalt:

Die Arbeit mit dem Buch erweist sich dank der klaren Markierung der Fragen und den direkt darauffolgenden, kompakten Antworten als sehr angenehm, da kein Umblättern nötig und alles auf einen Blick erkennbar ist. Andererseits muss man jedoch aufpassen, dass man zunächst versucht, selbst auf die Antworten zu kommen, ohne direkt auf die vorgegebene Lösung zu schauen. Dank der klaren Struktur und der Unterteilung in Unterkapiteln, kann der Studierende gezielte Inhalte mithilfe dieses Werks prüfen. Man sollte sich aber bewusst sein, dass Mense keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt – was in Anbetracht der Individualität einer mündlichen Prüfung klar ist. Andererseits schafft der Autor mit seinem Rundumschlag an Themen einen guten Überblick an möglichen Fragen. Ein ganz klares Alleinstellungsmerkmal ist, dass der Inhalt weniger eine Wissensvermittlung als eine Wissensabfrage ermöglicht. Daher ist das Werk vor allem in Vorbereitung auf die mündlichen Abfragen und Prüfungen als Ergänzung zu den inhaltsreichen Anatomieatlanten zu verstehen. Insofern lässt sich schwer Kritik am Umfang beziehungsweise möglicherweise zu kurz gekommenen Inhalten nehmen. Insgesamt bleibt der Eindruck einer ausreichend umfassenden Themenabfrage, die zielfokussiert auf die mündliche Prüfung vorbereitet.

Abbildungen und Illustrationen:

Wie oben bereits erwähnt, enthält das Taschenbuch „Mündliche Prüfung Anatomie“ von Siegfried Mense neben einer Vielzahl von Fragen vor allem Illustrationen, die durch klare Beschriftungen nochmal die anatomischen Strukturen auffrischen sollen. Neben den vielen Worten und Fachtermini, bekommt der Leser so die Chance, sich bildlich deutlich zu machen, worum es gerade geht und wie die verschiedenen Strukturen zusammenhängen. Dabei scheinen die Darstellungen sehr bewusst gewählt und thematisch angemessen platziert. Dies erweist sich gerade im Endspurt vor der Prüfung als sehr nützlich, da man sich so das ein oder andere Aufschlagen des Prometheus sparen kann und alles auf einen Blick serviert bekommt.

Fazit:

Beim Kauf dieses Taschenbuchs sollte man sich bewusst sein, was man in den Händen hält. Es handelt sich bei Siegfried Menses Werk nämlich eindeutig um eine reine Ergänzung zu den allgemeinen Anatomiewerken und kann diese keineswegs ersetzen. Ist man sich dessen jedoch bewusst, so kann man von dem Format des Buches vor allem in der Vorbereitung auf das mündliche Physikum, aber auch auf einzelne Anatomietestate, stark profitieren. Denn man kann gezielt mögliche Fragen nach Themengebieten kennenlernen. Mir scheint es sinnvoll, zu zweit oder in einer Gruppe damit zu arbeiten, da man beim reinen Lesen, sehr schnell die Antwort mitliest, ohne sich zuvor eigene Gedanken zu machen. In der Gruppe kann man mithilfe des Buches gegenseitig eine Prüfung simulieren und dabei auf authentisch formulierte Fragen mit fundierten Lösungen zurückgreifen, um so das erlernte Wissen zu prüfen.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 1
Inhalt                                     2
Relevanz fürs Studium      2
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        1
Graphiken/Tabellen           1-2
Preis/Leistung                     3

Zielgruppe: Studenten in der Vorklinik

 

Prometheus: Lernkarten der Anatomie

Verlag: Thieme
Autoren: Udo Schumacher, Erik Schulte, Michael Schünke
Erscheinungsdatum: 2018, 6. Auflage
ISBN: 9783132422193
Preis: 39,99€

Auf den ersten Blick:

Zunächst erscheint die Lernkarten Box als eine sehr kompakte Möglichkeit, Anatomie überall zum Lernen mitnehmen zu können. Die Box ist sehr ansprechend, hat ein schönes Material und praktisch erscheint auch das Bändchen zum Tragen. Die bekannten Farben von Thieme, blau und weiß, finden sich auf der Box wieder, sodass man diese sofort einordnen kann. Die Karten fassen sich sehr hochwertig an und eine Einteilung in die verschiedenen Körperbereiche ist durch die unterschiedlichen Farben der Karten am oberen Rand sofort erkennbar, ebenso durch die Trennkarten, die einen guten Überblick über die jeweiligen Bereiche geben.

Aufbau und Layout:

Das Layout und damit der Aufbau der Karten ist schlicht und einfach zu verstehen, durch die Trennkarten und verschiedenen Farben findet man sich schnell zurecht. Das Prinzip der Karteikarten ist perfekt dargestellt, da nur auf der Rückseite die richtigen Lösungen angegeben sind und man somit gut lernen kann.Die Abbildungen sind an den entsprechenden Stellen mit Nummern bezeichnet, sodass man die richtige Lösung auf der Rückseite schnell und gut findet. Ebenso finden sich nicht zu viele Nummerierungen pro Abbildung, sodass man nicht die Übersicht verliert.

Inhalt:

In verschiedenen Kategorien eingeteilt finden sich in den Lernkarten primär die wichtigsten Informationen für die jeweiligen Themengebiete. Thematisch wird alles zwar eher oberflächlich behandelt, man kann sich aber sehr gut einen ersten Eindruck von dem neuen Thema verschaffen beziehungsweise die Basics wiederholen. Dabei wird zum Beispiel bei Muskeln auch immer der Verlauf gut und deutlich dargestellt und weiterhin wird auf der Hinterseite der Karte auch auf die Funktion eingegangen, da beides zum Verständnis wichtig ist.

Abbildungen und Illustrationen:

Die Abbildungen sind allesamt sehr ansprechend und klar gezeichnet, jedoch sollte einem klar sein, dass es in der Realität anders aussieht und die Abbildungen von zum Beispiel Muskelverläufen idealisiert und schematisiert dargestellt sind. Diese eignen sich trotzdem dafür, sich überhaupt erstmal eine Vorstellung von Muskeln, Organen oder Knochen zu verschaffen, um diese dann im Präparierkurs am Körperspender dementsprechend wiederzufinden und sich eine realistische Darstellung einzuprägen.

Fazit:

Ich würde die Prometheus Lernkarten allen empfehlen, die entweder einen Einstieg in die Anatomie des Menschen machen wollen oder Lernkarten suchen, um parallel immer ein wenig die wichtigsten Dinge zu wiederholen. Dabei sollte einem wie schon gesagt bewusst sein, dass das vermittelte Wissen nicht ausreicht, um eine Klausur oder ein Testat zu bestehen, jedoch einen guten Anfang bildet.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 2
Inhalt                                     2
Relevanz fürs Studium      1
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        1
Graphiken/Tabellen           2
Preis/Leistung                     2

Zielgruppe: Medizinstudenten der Vorklinik

 

PROMETHEUS Kopf-, Hals-, und Neuroanatomie

Verlag: Thieme
Autoren: Udo Schumacher, Erik Schulte, Michael Schünke
Erscheinungsdatum: 2018, 5. Auflage
ISBN: 9783132420915
Preis: 69,99€

Aufbau und Layout:

Der Atlas gliedert sich in drei große Abschnitte, die wiederum systematisch in Kapitel unterteilt sind. In diesen werden die dazugehörigen Themen in Form von Lerneinheiten auf jeweils einer Doppelseite abgehandelt. Die Graphiken werden durch Erklärtexte ergänzt, die allerdings je nach Komplexität des Themas teilweise nicht ausführlich genug sind. Dazu kommen hilfreiche Tabellen, die zum Beispiel Leitungsbahnen übersichtlich zusammenfassen. Im letzten Kapitel werden in Form von Steckbriefen wichtige Thematiken zum ZNS zusammengefasst. Insgesamt ist der Prometheus sehr übersichtlich gestaltet und eignet sich insbesondere zum Nachschlagen.

Inhalt:

Inhaltlich trumpft der Prometheus insbesondere durch seine Kombination aus Atlas und Lehrburch. Dadurch eignet er sich gut zur Vor- und Nachbereitung des Präpkurses. Allerdings werden einige Themen zu oberflächlich dargestellt. Insbesondere die Neuroanatomie ist teilweise zu knapp dargestellt, was das Verständnis sehr schwer macht. Auch die Embryologie könnte noch ausführlicher besprochen werden.

Abbildungen und Illustrationen:

Die zahlreichen Illustrationen sind sehr realitätsnah. Daher erleichtern sie das Erlernen der Topografie deutlich. Auch die Beschriftungen sind sinnvoll. Allerdings sind einige Abbildungen so stark beschriftet, dass der Überblick etwas schwer fällt.

Fazit:

Dass der Prometheus einer der Klassiker unter den Anatomieatlanten für Studierende der Medizin ist, hat seine Gründe. Er ist didaktisch sehr gut gestaltet und sehr übersichtlich. Auch später in der Klinik oder als approbierter Arzt eignet sich der Prometheus sehr gut, um anatomische Inhalte nachzuschlagen. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass man sich komplexere Thematiken zusätzlich in einem richtigen Lehrbuch anschauen sollte.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 1
Inhalt                                     3
Relevanz fürs Studium      1
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        2
Preis/Leistung                     1

Zielgruppe: Medizinstudenten der Vorklinik

PROMETHEUS Innere Organe

Verlag: Thieme
Autoren: Udo Schumacher, Erik Schulte, Michael Schünke
Erscheinungsdatum: 2018, 5. Auflage
ISBN: 9783132420878
Preis: 59,99€

Auf den ersten Blick:

Der Prometheus stellt mit seinen drei Bänden einen der großen und oft von Dozenten empfohlenen Anatomieatlanten dar, wobei bereits die äußere Aufmachung einladend wirkt und Lust auf eine vertiefende Befassung mit dem Stoff vermittelt. Bei einem ersten Blick in das Buch findet man eine angenehme Mischung aus Text und Abbildungen vor.

Aufbau und Layout:

Zu Beginn des Bandes befindet sich einführend ein den Band umfassendes Inhaltsverzeichnis, wobei das Buch an sich nochmals in Unterkapitel untergliedert ist, an deren Beginn sich ebenfalls ein Inhaltsverzeichnis für das entsprechende Kapitel findet, was einem die schnelle Suche nach bestimmten Themenkomplexen erleichtert. Allgemein ist das Layout des Prometheus sehr übersichtlich und verbindet viele Schaubilder mit gut verständlichem Text miteinander. Positiv zu erwähnen ist in diesem Kontext ebenfalls die Tatsache, dass man beim Aufschlagen des Buches jeweils ein Unterthema auf einer Doppelseite vorfindet, sodass man beim Lesen bereits die komplette Lerneinheit vor sich hat. Grundsätzlich ist hierbei, dass die Seiten in jedem Fall mit Text und Bildern gefüllt sind, wobei das Verhältnis von Text zu Bildern stark variiert.

Inhalt:

Der Prometheus Innere Organe bezieht sich inhaltlich auf die komplette makroskopische Anatomie der inneren Organe, die man während des Präparierkurses als Student vermittelt bekommt. Alles in einem sind die Texte sehr verständlich geschrieben, sodass sie auch ohne tiefer gehende Vorkenntnisse zu verstehen sind. Lediglich das Kapitel der Embryologie war für meinen Geschmack etwas zu grob gehalten, wobei es sich anbietet, dieses Kapitel als Einstieg in die Embryologie zu bearbeiten. Zu komplizierteren Sachverhalten befinden sich unter dem jeweiligen Abschnitt oftmals hilfreiche Tabellen, welche die wichtigsten Punkte beinhalten und auch schwer verständliche Vorgänge aufschlüsseln können. Zudem wird auch stets Bezug auf klinische Aspekte genommen, was die Relevanz des zu erlernenden Wissens in Bezug auf die spätere ärztliche Tätigkeit verdeutlicht. Besonders positiv sind mir die am Ende des Buches zu findenden Steckbriefe der Organe aufgefallen, auf welchen die einzelnen Organe nochmals kompakt zusammen gefasst werden, nachdem sie im Verlaufe des Buchs bereits ausführlich besprochen worden sind, und somit für einen ersten Überblick direkt aus dem Buch heraus gelernt werden können.

Abbildungen und Illustrationen:

Allgemein enthält der Prometheus Innere Organe viele plastische Zeichnungen, wobei diese meist aus verschiedenen Ansichten dargestellt werden, sodass die einzelnen Organe detailreich dargestellt werden können. Zudem bekommt man durch die verschiedenen Ansichten ein Gespür dafür, wie die jeweiligen Organe im Körper liegen. Hierbei finden sich zumeist anfängliche gröber dargestellte Übersichten, wobei auf nachfolgenden Zeichnungen verschiedene untergliederte Details dargestellt werden, sodass man die für sich zur Zeit sinnvollste Abbildung nach eigenem Ermessen auswählen kann. Die Zeichnungen sind hierbei sehr realitätsgetreu, ersetzen aber selbstverständlich keinen Fotoatlas. Daneben finden sich ebenfalls einige schematische Zeichnungen im Prometheus, welche sehr durchdacht gewählt sind, um beispielsweise komplexere Gebiete wie die normalerweise relativ unübersichtliche Gefäßversorgung kompakt und schematisch darzustellen. Zudem enthält der Prometheus ebenfalls extra Kapitel mit Schnittbildern und topographischen Abschnitten, die einer groben Orientierung dienen und das Verständnis des Körpers aus verschiedenen Ansichten und Ebenen erleichtern. Positiv in Erinnerung geblieben sind mir ebenfalls die zahlreichen radiologischen Abbildungen, die mittels zusätzlicher schematischer Zeichnungen ergänzt werden, sodass man diese auch ohne klinische Vorbildung durchaus erfassen kann.

Fazit:

Die 5. Auflage des Prometheus Innere Organe war für mich während des Präparierkurses unabdingbar. Das Buch ist sinnvoll gegliedert und vermittelt im Großen und Ganzen alle relevanten Fakten zu diesem Abschnitt der Anatomie. Es enthält meiner Empfindung nach ein angemessenes Verhältnis von Text zu Abbildungen und bietet dadurch die Möglichkeit, das Gelesene direkt zu verbildlichen. Abschließend lässt sich sagen, dass es sicherlich sinnvoll ist, den einen oder anderen Punkt wie beispielsweise die Embryologie in einem eigenständigen Fachbuch zu vertiefen, der Prometheus aber als Lernatlas der Anatomie durchaus seinen Soll erfüllt.


Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 1
Inhalt                                     1
Relevanz fürs Studium      1
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        1
Tabellen                               2
Preis/Leistung                     1

Zielgruppe: Medizinstudenten der Vorklinik

 

PROMETHEUS Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem

Verlag: Thieme
Autoren: Udo Schumacher, Erik Schulte, Michael Schünke
Erscheinungsdatum: 2018, 5. Auflage
ISBN: 9783132420830
Preis: 89,99€

Auf den ersten Blick:

Der Prometheus ist mit seinen drei Bändern einer der großen und oft von Dozenten empfohlenen Anatomieatlanten, wobei bereits die äußere Aufmachung einladend wirkt und Lust auf eine vertiefende Befassung mit dem Stoff vermittelt. Bei einem ersten Blick in das Buch fallen einem die vielen plastischen Zeichnungen und die übersichtlichen Muskelsteckbriefe ins Auge.

Aufbau und Layout:

Der Prometheus Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem ist in vier Themenkomplexe gegliedert: Allgemeine Anatomie, Rumpfwand, obere Extremität sowie untere Extremität. Bereits zu Beginn des Buches findet sich ein allumfassendes Inhaltsverzeichnis, wobei zusätzlich zu Beginn eines jeden Themenkomplexes nochmal ein für diesen Abschnitt spezifisches Inhaltsverzeichnis zu finden ist. Besonders sticht der Doppelseitencharakter des Buches hervor: Ein jedes Unterthema ist hier auf einer Doppelseite vertreten, sodass man im aufgeschlagenen Buch eine komplette Übersicht vor sich liegen hat, ohne blättern zu müssen. Der Themenkomplex der allgemeinen Anatomie verschafft einem einen groben Überblick, während die sich anschließenden Themenkomplexe alle einheitlich aufgebaut sind, und so systematisch und übersichtlich das nötige Wissen vermitteln. Dieser einheitliche und sinnvolle Aufbau erleichtert einem das Zurechtfinden in dem Buch enorm.

Inhalt:

Der Prometheus Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem greift sämtliche relevanten Themen des Bewegungsapparates auf. Inhaltlich sind die Abschnitte der Rumpfwand sowie der oberen und unteren Extremität so gegliedert, dass zuerst auf die jeweiligen knöchernen Anteile eingegangen wird, anschließend auf die Muskulatur und schlussendlich auf die Leitungsbahnen. Innerhalb der jeweiligen Kapitel befinden sich viele beschriftete Abbildungen mit zusätzlichen erklärenden Texten. Hierbei ist hervorzuheben, dass die entsprechenden Texte sehr verständlich sind, sodass keine tiefgreifenden Vorkenntnisse vonnöten sind. Als besonders übersichtlich sind mir die einzelnen Muskelsteckbriefe in Erinnerung geblieben: Hierbei befindet sich direkt neben der Abbildung einzelner Muskeln ein erklärendes Kästchen mit jeweiligem Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion des Muskels, sodass man das Bild direkt mit dem nebenstehendem Wissen verbinden kann. Zusätzlich hervorzuheben sind die vielen klinischen Bezüge, welche die Relevanz des vermittelten Wissens für die spätere ärztliche Tätigkeit vermitteln.

Abbildungen und Illustrationen:

Allgemein lässt sich sagen, dass Abbildungen und Illustrationen einen hohen Anteil des Lernatlasses ausmachen. Hierbei handelt es sich einerseits um plastische Zeichnungen, welche beispielsweise Knochen, Muskeln oder auch Leitungsbahnverläufe sehr realitätsgetreu darstellen. Die realitätsgetreue Darstellung erleichtert es einem, die genannten Strukturen am Skelett oder auch am Körperspender wiederzufinden. Dabei sind Zeichnungen von Knochen zumeist erst einmal als Übersicht dargestellt und werden dann im weiteren Verlauf detaillierter und präziser beschriftet, sodass man für sich selbst wählen kann, welche Abbildung für das jeweilige Lernziel am sinnvollsten ist. Zudem werden die Zeichnungen hinzufügend aus verschiedenen Ansichten und Ebenen dargestellt, was gerade für die Orientierung innerhalb des Themenkomplexes der Muskeln sehr sinnvoll ist, um sich orientieren zu können, welcher Muskel in welcher Schicht liegt. Auf der anderen Seite finden sich ebenfalls viele schematischen Zeichnungen wieder, die gerade in Bezug auf Leitungsbahnen und Muskeln jeweilige Verläufe sinnvoll verdeutlichen können. Eine optimale Orientierung und Übersicht bieten auch die vielen Querschnitte sowie die radiologischen Aufnahmen, die durch schematische Zeichnungen ergänzt werden, sodass diese auch ohne vorherige klinische Erfahrung erfasst werden können.

Fazit:

Abschließend lässt sich sagen, dass die 5. Auflage des Prometheus Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem ein hervorragendes Werk in Bezug auf die Vermittlung von Wissen über den Bewegungsapparat darstellt. Durch seine Detailtreue war es mir möglich, mich optimal auf den Präparierkurs vorzubereiten. Man findet sich durch seinen logischen Aufbau schnell zurecht und kann durch das optimale Verhältnis von Text zu Abbildungen das Gelesene direkt verbildlichen. Für mich war der Prometheus für die makroskopische Anatomie unabdingbar.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 1
Inhalt                                     1
Relevanz fürs Studium      1
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        1
Graphiken/Tabellen           2
Preis/Leistung                     2

Zielgruppe: Studenten im vorklinischen Abschnitt
Fazit: Note 1

 

Biochemie

Biochemie des Menschen

Verlag: Thieme
Autoren: Florian Horn
Erscheinungsdatum: 4. Auflage
ISBN: 9783132427433
Preis: 49,99€

Auf den ersten Blick:

Mit „Biochemie des Menschen“ hält man ein Lehrbuch in den Händen, das seit Jahren von Medizinstudenten begeistert genutzt wird und sich besonders durch erfolgsorientierte Wissensvermittlung für diese Zielgruppe von anderen Büchern abhebt.

Aufbau und Layout:

„Biochemie des Menschen“ ist in fünf große Kapitel unterteilt, welche logisch aufeinander aufbauen. Beginnend mit der Vermittlung chemischer Grundlagen, wird anschließend auf biologische und biochemische Abläufe eingegangen, um letztendlich die biochemischen Prozesse des Organismus und der einzelnen Organe zu erklären. Zu Beginn jedes Kapitels sind die einzelnen Unterkapitel noch einmal kompakt aufgeführt, was beim Lernen hilft, den roten Faden nicht zu verlieren und eine Themensuche sehr schnell und einfach gestaltet. Der Aufbau der einzelnen Seiten ist so übersichtlich wie bei keinem anderen vergleichbaren Lehrbuch: Durch kurze Absätze wird das zu vermittelnde Wissen in kleine Gedankenabschnitte verpackt, was einem das Lernen deutlich erleichtert und nicht den Zusammenhang vergessen lässt. Farbige Überschriften, Hervorhebungen und Markierungen, viele Merkkästen und eine angenehme Schriftgröße gestalten das Lesen sehr intuitiv und angenehm. Wichtiges lässt sich auf diese Weise leicht erkennen und die Seiten wirken weder überladen noch vollgestopft. Einen deutlichen Kritikpunkt verdient sich das Buch jedoch durch seine Gestalt als Taschenbuch. Durch den Umfang von 704 Seiten und ein Gewicht von circa 1,9 Kilogramm verliert der dünne Einband schnell seine neuwertige Erscheinung und Gebrauchsspuren lassen, vor allem bei regelmäßiger Nutzung und Transport in Taschen und Rucksäcken, nicht lange auf sich warten.

Inhalt:

Besonders Studenten der vorklinischen Medizin sehen sich mit einer Vielzahl biochemischer Lehrbücher unterschiedlichen Umfangs konfrontiert, wenn sie sich auf die Suche nach dem für sie am besten geeigneten machen. Beginnt man, sich durch dieses Lehrbuch zu lesen, fällt einem sehr schnell auf, dass der Autor dieses Buches einmal selbst vor diesem Problem stand und es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein Buch zu schreiben, welches das für Medizinstudierende notwendige Wissen im Fach Biochemie kompakt, einfach und sehr leicht verständlich vermittelt. „Biochemie des Menschen“ verfolgt dabei keineswegs den Anspruch, ein lückenloses Nachschlagewerk aller biochemischer Inhalte und Fakten darzustellen. Gerade diese Tatsache jedoch macht es für Medizinstudenten zu einem geeigneten Buch, um die wesentlichen und wichtigen Inhalte der Biochemie zu verstehen, ohne dabei an fachlichen Inhalten einzubüßen. Hierbei hilft zudem der zielführende Aufbau, der immer wieder auf beliebte Prüfungsthemen eingeht und dem Leser somit nicht nur beim Verstehen der Sachverhalte, sondern auch bei der taktischen Prüfungsvorbereitung hilft. An zahlreichen Stellen zeigt der Autor die Verbindung zu klinischen Themen und nennt passende Krankheitsbilder. Auf diese Weise vermittelt das Buch dem Leser nicht nur die theoretischen Inhalte, sondern hilft, Zusammenhänge einfacher zu verstehen und erlerntes Wissen in Bezug zu praktisch relevanten Themen der Medizin zu setzen.

Abbildungen und Illustrationen:

Wie beschrieben, ist der Text in kleine Abschnitte verpackt, deren darin enthaltenen Informationen durch zahlreiche Abbildungen zusätzlich erklärt und verdeutlicht werden. Dabei beschränken sich diese auf wesentliche Inhalte, damit sich der Leser immer auf das Wichtigste fokussieren kann und nicht von belanglosen Begleitinformationen abgelenkt wird. Die Art der Illustrationen wird dem Leser aus anderen Büchern des Thieme-Verlags bekannt sein, die aus der Welt des Medizinstudiums nicht mehr wegzudenken sind und mit ihrer genialen Methodik den Lernenden wie keine anderen unterstützen. Dieser gewohnte Eindruck erleichtert das Textverständnis zusätzlich.

Fazit:

Für mich ist „Biochemie des Menschen“ das ideale Lehrbuch für Medizinstudenten der vorklinischen Semester. Es schlägt eine Brücke zwischen überladenen und schwer verständlichen Fachbüchern auf der einen sowie unvollständigen und zu oberflächlichen Kurzlehrbüchern auf der anderen Seite und bedient sich dafür einer sehr angenehm zu lesenden Didaktik. Durch den enthaltenen Code hat man zudem Zugriff auf eine Online-Version, mit der sich alle Inhalte des Buches auch von Tablet und PC aus öffnen lassen.
Für alle, die Biochemie mit Spaß lernen, nachhaltig verstehen und bestens vorbereitet in Prüfungen gehen wollen, ist dieses Buch ein Muss!

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 1
Inhalt                                     1
Relevanz fürs Studium      1
Layout insgesamt                2
Abbildungen                        1
Graphiken/Tabellen           2
Preis/Leistung                     1

Zielgruppe: Medizinstudenten der Vorklinik

Biologie

Chemie

Zeeck Prüfungstraining Chemie für Mediziner

Verlag: Elsevier
Autoren: Zeeck, Axel (Herausgeber); Zeeck, Sabine Cécile (Autor); Papastavrou, Ina (Autor); Grond, Stephanie (Autor)
Erscheinungsdatum: 01/2018, 3. Auflage
ISBN: 9783437424489
Preis: 24,00€

Auf den ersten Blick:

Perfekt abgestimmte Ergänzung zum Zeeck Chemie für Mediziner Lehrbuch, die den Lesenden aktiv werden lässt und das erlangte Wissen selbst prüfen lässt.

Aufbau und Layout:

Beim Aufschlagen bestätigt sich sofort der erste Eindruck, da die Kapitel des Inhaltsverzeichnisses mit denen des Hauptlehrbuchs übereinstimmen. Dadurch findet man zum jeweiligen gelesenen bzw. gelernten Kapitel auf einen Blick die passenden Aufgaben und kann so unmittelbar das eigene Verständnis kontrollieren. Zudem nehmen die vorher dargestellten Hinweise den Chemielernenden direkt an die Hand und vermitteln im weiteren Verlauf, was bei der jeweiligen Aufgabe zu erwarten ist. Innerhalb des Prüfungstrainers sind die Aufgabenkapitel klar von den Lösungskapiteln getrennt, was vor allem im Vergleich zum Röbke sehr angenehm ist, da man so bei Unsicherheit nicht verleitet wird, direkt umzublättern und die Lösung vorzeitig anzuschauen. Im Anhang finden sich ferner weitergehende Informationen, medizinische Bezüge und themenübergreifende Fragen, die dem in beiden Werken vermittelten Inhalt nochmals mehr Alltagsnähe verleihen und die Relevanz des Gelernten unterstreichen. Das Periodensystem zu Beginn und die SI-Tabelle runden den Aufbau des Buches ab.

Inhalt:

Inhaltlich zeigt sich, dass der Zeeck Prüfungstrainer Chemie für Mediziner ein reiner Prüfungstrainer ist und als Ergänzung zum Zeeckschen Lehrbuch gedacht ist. So finden sich keinerlei erklärende Sachinhalte, sondern einzig Aufgaben. Auffallend ist auch, dass im Rahmen der Aufgaben nüchtern und auf das Mindeste beschränkt formuliert wird. In Kombination mit dem ausgestalteten Lehrbuch erweist sich das aber als sehr angenehm, da man dadurch zügig durch die Aufgaben kommt, ohne langes „Vorgeplänkel“ und die wahrgenommene Effektivität gesteigert wird.

Trotz dieser nüchternen Darstellung überzeugt der Prüfungstrainer durch seine Vielfalt an Aufgabentypen, die durch die angenehme Abwechslung den Studenten motivieren weiterzuarbeiten. Zwischen Rechenaufgaben und MultipleChoice finden sich zum Beispiel chemische Kreuzworträtsel, die dem ganzen einen spielerischen Touch verleihen. Außerdem besticht wieder die Abstimmung zum Lehrbuch, sodass stets ausschließlich nach dem bereits Gelernten gefragt wird und keine Aufgaben innerhalb eines Kapitels übersprungen werden müssen, da man noch nicht ausreichend Wissen erlangt hat. An sich überzeugen die Fragen und die verständlich aber kompakt gehaltenen Lösungen und die spielerische Art allemal, dennoch blieb am Ende die Frage offen, ob das Niveau des Trainers für die Prüfung reicht, oder mehr ein netter Einstieg als eine ausreichende Vorbereitung ist.

Abbildungen und Illustrationen:

Gerade im Vergleich zum bunten, verspielten Zeeck Chemie für Mediziner Lehrbuch, überrascht der Prüfungstrainer mit absoluter Schlichtheit. Die Gestaltung beschränkt sich auf schwarz-weiß und dazu blauen Hervorhebungen und abgesehen von Strukturformeln oder vereinzelten Graphen finden sich keine Illustrationen. Dies fällt jedoch während der Bearbeitung positiv auf, da man sich gut auf die Aufgaben konzentrieren kann und das konservativere Farbbild auch nach mehrstündigem darauf schauen angenehm bleibt.

Fazit:

Der Zeeck Prüfungstrainer Chemie für Mediziner scheint eine tolle Ergänzung zum Zeeckschen Lehrbuch zu sein, weshalb er in Kombination als Prüfungsvorbereitung zu empfehlen ist. Allein betrachtet, fehlte vermutlich die ein oder andere ausführlichere Erklärung, aber dies strebt das Konzept des Prüfungstrainers vermutlich auch nicht an. Die visuelle als auch die inhaltliche Gestaltung erweist sich als sehr angenehm und vor allem die spielerische Art und Weise und die Abstimmung auf das Lehrbuch bestechen besonders. Fraglich bleibt, wie bereits beim Theme Inhalt angesprochen, ob die Schwierigkeit der Aufgaben der in der tatsächlichen Prüfung gerecht wird. Jedoch ist der Prüfungstrainer vor allem für Einsteiger zur Selbstkontrolle absolut zu empfehlen.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 2
Inhalt                                     2-3
Relevanz fürs Studium      1
Layout insgesamt                2
Graphiken/Tabellen           2
Preis/Leistung                     2-3

Zielgruppe: Studierende der Vorklinik, Chemieneulinge

 

Histologie

Medizinische Psychologie und Soziologie

Physiologie

Physik

Sonstiges

Medizinisches Fachwörterbuch A – Z

Verlag: Elsevier

Auf den ersten Blick:

Eine Miniversion der bekannten großen Werke von Sobotta. Sehr handlich und einladend gestaltet.

Aufbau und Layout:

Anders als bei den sonst typischen Lehrbüchern, ist dieses Buch nicht nach Kapiteln gegliedert, sondern – wie es für Wörterbücher üblich ist – alphabetisch sortiert. Die blauen Reiter an der Seite ermöglichen eine schnelle Orientierung, sodass der gesuchte Begriff schnell auffindbar ist. Neben kurzen Textpassagen zu den einzelnen Fachtermini, finden sich in diesem Werk auch Grafiken und Bilder, die den Text angenehm ergänzen und dem Wörterbuch eine gewisse Leichtigkeit verleihen.

Inhalt:

Wie der Titel „Medizinisches Fachwörterbuch von A-Z“ vermuten lässt, findet der Lesende in diesem Werk des ELSEVIER Verlags zu vielen Fremdwörtern eine prägnante und hilfreiche Erläuterung. Obwohl das Format dieses Buches auffallend klein ist, scheint es trotzdem mit hohem Umfang glänzen zu können. So ergab eine Stichprobe von 20 Begriffen aus dem studentischen Alltag einer Studentin im dritten Semester, die zur Zeit die Fächer Physiologie und Anatomie belegt, eine Trefferquote von 95%. Somit zeigt sich auch, dass das Werk fachübergreifende Begriffe erklärt. Es fällt aber auch auf, dass klinische und pflegerische Termini erläutert werden, was die Zielgruppe des Wörterbuchs erweitert und später genauer behandelt wird.

Abbildungen und Illustrationen:

Wie bereits angeklungen, werden die diversen Definitionen von Grafiken und Bildern umrandet. Dabei scheint es sich um Abbildungen aus den großen Fachbüchern zu handeln. Hierbei wurde auf komplexe Graphen verzichtet, sondern nur anschauliche Illustrationen gewählt, wie zum Beispiel die des Circulus ateriosus Willisii. Diese visuelle Ergänzung lockert den sonst wie bei vergleichbaren Werken befürchteten trockenen Wörterbuchstil auf und erweist sich als sehr durchdacht eingefügt.

Fazit:

Das medizinische Fachwörterbuch von Sobotta fällt durch sein Format und seinen Inhalt deutlich aus den sonstigen Lehrbuchreihen heraus. Es umfasst ein weites Spektrum an Inhalten und ist angenehm gestaltet. Im Unialltag wurde allerdings auch deutlich, dass – zumindest am Schreibtisch oder in der Bibliothek mit Internetzugriff – unklare Begriffe meist aus Zeitersparnis gegoogelt werden, auch wenn hierbei die Qualität der Antwort nicht so sichergestellt ist, wie bei diesem Werk. Allerdings wurde im Hinblick auf die klinischen Inhalte deutlich, dass dieses Buch für erste Klinikeinsätze zum Beispiel im Rahmen des Pflegepraktikums ein toller Helfer sein kann. Es handelt sich hierbei vielleicht nicht um ein „Must have“ des Studiums, allerdings ist es gewiss eine schöne und auch nützliche Geschenkidee, gerade für Studienanfänger.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 1
Inhalt                                     2
Relevanz fürs Studium      3-4
Abbildungen                        1
Preis/Leistung                     2-3

Zielgruppe: Studienanfänger

2. Staatsexamen

 

Allgemeines

 

Allgemeinmedizin

MEX Allgemeinmedizin

Verlag: Elsevier
Autoren: Brandhuber, Thomas; Wapler, Peter; Klein, Reinhold
Erscheinungsdatum: 05/2019, 1. Auflage
ISBN: 9783437418310
Preis: 34,00€

Auf den ersten Blick:

Ein bisschen merkwürdig anmutenes Titelblatt, immerhin versehen mit dem aufmunternden Spruch „Du weißt es!“. Das Buch scheint auf den ersten Blick nicht abschreckend dick. Nachdem man das kurze Vorwort gelesen hat, folgt wie bei Elsevier üblich ein Abkürzungsverzeichnis, dass die zum Teil nicht unbedingt nahe liegenden Abkürzungen erklärt. Das erste Kapitel beantwortet gleich die Fragen, die einen kurz vor der Prüfung wirklich interessieren…was ziehe ich an? Wie laufen die Tage ab?

Aufbau und Layout:

Gegliedert ist das Buch in 5 Kapitel, mit den Titeln
1. Mündliche Prüfung: Fakten und Tipps
2. Anamnese, Untersuchungstechniken und besondere Beratungssituationen
3. Die wichtigsten Leitsymptome
4. Fälle
5. Die wichtigsten Fragen der Allgemeinmedizin

Wichtige Tipps und Zusatzfakten finden sich in gelben Kästen (etwas verwirrend, sinnvoller wäre eine andere Farbe für die Zusatzinfos gewesen), die im Fließtext eingearbeitet sind. Eventuell zu erkennende Befunde werden entweder fotographisch dargestellt oder tabellarisch aufgelistet, was sehr übersichtlich ist. Besonders zu erinnernde Fakten werden unter „Merke“ präsentiert und am Ende eines jeden Unterkapitels findet sich eine Zusammenfassung. Warum Kapitel 4 und 5 getrennt werden mussten, ist nicht ganz nachzuvollziehen.

Inhalt:

Wie oben schon erwähnt, geht es im ersten Kapitel vor allem um die tatsächliche Prüfung und was man zu erwarten hat. Aufgeräumt wird mit weitergegebenen Mythen über Dauer, Art der Fragen etc.. Es werden außerdem erste praktische Tipps gegeben, die den Prüfungsausgang positiv beeinflussen können. Im zweiten Kapitel geht es kurz um praktische Fähigkeiten, die in der Prüfung gefragt werden könnten und die man beherrschen sollte. Da die Allgemeinmedizin die Kenntnisse vieler einzelner Disziplinen zusammenfasst, werden die Tests nur knapp erklärt und müssen bei Unkenntnis eventuell noch einmal nachgeschlagen werden. Das Kapitel „Die wichtigsten Leitsymptome“ stellt in Form von Flussdiagrammen die Vorgehensweise bei häufigen und akut bedrohlichen allgemeinmedizinischen Leitsymptomen dar. Gold wert wenn es in Praxis und Prüfung schnell strukturiert zugehen muss. Im vierten Kapitel werden Fallbeispiele aus der Praxis dargestellt und eventuelle Fragen, die man dazu stellen könnte erörtert. Jeder Fall hat ein Oberthema und beginnt mit einem Satz, mit dem der Patient das Gespräch eröffnen könnte. Im fünften Kapitel finden sich schließlich weiter auch einzeln stehende Fragen, meist eingeleitet von kurzen Fallberichten.

Abbildungen und Illustrationen:

Viele qualitativ gute Abbildungen und Grafiken. Warum aber die Bilder in Kapitel 5 alle in Schwarz-weiß sein müssen, ist insbesondere bei den gezeigten dermatologischen Befunden völlig rätselhaft.

Fazit:

Super Buch zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Nimmt einem viel Angst und gibt einem eine gute Vorstellung, was überhaupt dran kommt und wie viel verlangt wird. Da es sich um die erste Auflage handelt, werden kleinere Fehler sicher noch behoben und die Abbildungen im fünften Kapitel noch durch farbige ersetzt.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 3
Erster Eindruck                   3
Didaktik                                 2
Inhalt                                     2
Relevanz fürs Studium      1
Layout insgesamt                3
Abbildungen                        2
Graphiken/Tabellen           1
Preis/Leistung                     2

Zielgruppe: Studenten im PJ, kurz vor dem 3.Stex.

Anamnese und klinische Untersuchung

 

Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin

Fallbuch Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin

Verlag: Thieme
Autoren: Genzwürker, Harald; Hinkelbein, Jochen
Erscheinungsdatum: 05/2019, 4. Auflage
ISBN: 9783132422582
Preis: 39,99€

Auf den ersten Blick:

Auf den ersten Blick ein modern gestaltetes Layout, welches Studenten und junge Ärzte in besonderer Weise anspricht. Es ist laut Titel eine Kombination aus Fallbuch und Lehrbuch. Die Farbentreue zu Blau und Weiß ist markant für Thieme und hat einen großen Wiedererkennungswert. Beim ersten Aufschlagen stößt man auf mehr Text als Bildmaterial.

Aufbau und Layout:

Im Inhaltsverzeichnis sind die hundert behandelten Fälle aus diesem Buch einmal den großen Themen: „Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie“ zugeordnet und einmal nach Diagnosen sortiert, sodass man quasi zwei Inhaltsverzeichnisse hat. Das Buch beginnt in der ersten Hälfte mit dem Fallteil und ist so aufgebaut, dass ein Fall nur eine Seite einnimmt. Die Fallüberschrift beinhaltete immer Geschlecht, Alter und wo oder warum der Patient vorstellig wird. Manchen Fällen sind EKGs oder Bilder von bildgebenden Verfahren beigefügt. Nach kurzer Fallbeschreibung wird der Leser zur Interaktion gebeten, denn es sind Fragenkästchen zu beantworten, die sich auf den Fall beziehen. Man muss sich aktiv in den Fall hineindenken. Jede Frage hat eine andere Farbcodierung und es sind noch weitere Angaben zum Fall in den Kästchen. Den jeweiligen Fall mit seinen Fragen findet man dann im Antworten und Kommentare Teil in der zweiten Hälfte des Buches wieder. Dort kann man sich nun selbst überprüfen. Dieser Teil ist deutlich ausführlicher, denn nun beginnt der Lehrteil des Buches. Hier sind neben Lehrtexten einige Bilder, Graphen und Tabellen zu finden. Außerdem gibt es Kästchen mit Zusatzthemen für Lerngruppen. Die gewählte Strukturierung hat den Vorteil, dass sie sehr systematisch und didaktisch äußerst sinnvoll ist. Wenn man auf diese Strukturierung eingeht kommt man sehr gut damit zurecht. Wenn man bestimmte Inhalte oder etwas auf die Schnelle Nachschlagen will, kann man das Inhaltsverzeichnis nach Diagnosen nutzen. Doch man hat den Nachteil, dass man suchen muss und nicht alle Informationen zu einem bestimmten Themenkomplex „auf einem Fleck“ findet. Dazu müsste man dann eher auf ein Lehrbuch als auf eine Fallbuch zurückgreifen.

Inhalt:

Inhaltlich deckt dieses Fallbuch umfassend die wichtigsten Fallsituationen aus den auf dem Cover genannten Fachbereichen ab. Bestimmtes medizinisches Grundwissen ist vorausgesetzt. Durch aktives Mitdenken und interaktives Ausfüllen der Fragekästchen wird man zum Handeln angeregt. Dadurch vermittelt das Buch systematisches und breites Denken in verschiedenen Krankheitssituationen. Die überraschend ausführlichen Beschreibungen unterstützen das Verständnis und verhindern stupides Auswendiglernen. Der klinische Bezug fördert ebenfalls das Verständnis und weckt außerdem in besonderem Maße Interesse an dem Stoff und daran, das Gelernte praktische umzusetzen.

Abbildungen und Illustrationen:

Die Abbildungen im Fallteil sind meist Fotos von bildgebenden Verfahren. Leider finde ich diese manchmal etwas klein. Jedoch kann man immer erkennen, was zu sehen sein soll. Die im Antwortenteil sind meist aus dem Prometheus Lernatlas der Anatomie oder aus anderen Thiemebüchern. Die Abbildungen sind übersichtlich, sinnvoll beschriftet und in dieser Form sehr gut. Ergänzt werden die Abbildungen durch Skizzen und Schemata, Fotos, Graphen und Tabellen, die die Systematik der jeweiligen Struktur oder des Verfahrens erklären.

Fazit:

Dieses Fallbuch vereint tatsächlich ein Fallbuch mit einem Lehrbuch, wobei der Lehrbuch-Anteil den größeren Umfang hat. Die Abbildungen sind sehr hilfreich und absolut übersichtlich, doch an einigen Stellen fehlen noch Erklärungen, die ein tieferes Verständnis möglich machen. Auch ist die Struktur nicht für jeden Studenten sinnvoll, da man Mühe mit Blättern und Suchen hat. Dieses Fallbuch gibt einen guten und detaillierten Überblick über die verschiedensten Situationen, in denen man einen Patienten auffinden und behandeln kann. Vom ersten Eindruck, über Anamnese, klinisch körperliche Untersuchung und invasive Maßnahmen ist hier ein breites Spektrum der ärztlichen Tätigkeit am Patienten erklärt und abgedeckt. Die aktive Arbeit am Patientenfall hilft beim Verständnis auch von komplexen oder bei Studenten unbeliebten Themen. Die Abbildungen machen in vielen Fällen ein gutes Verständnis möglich und helfen dabei die Behandlung später auch einmal selbst so durchzuführen. Generell merkt man, dass die Autoren den Studenten das Lernen möglichst einfach machen wollen und sie zum praktischen Teil in der klinischen Anwendung hinbringen wollen.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 2
Didaktik                                 2
Inhalt                                     2
Relevanz fürs Studium      3
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        1
Graphiken/Tabellen           1
Preis/Leistung                     2

Zielgruppe: Studenten in der Klinik, PJler und Assistenzärzte
Fazit: Note 2

Arbeitsmedizin

 

Augenheilkunde

 

Chirurgie

 

Dermatologie

 

Doktorarbeit

 

Embryologie

 

Geriatrie

 

Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin

 

Gynäkologie

MEX Gynäkologie

Verlag: Elsevier
Autoren: Kuschel, Bettina (Herausgeber); Lewitz, Dorothea (Herausgeber); Fahmüller, Yvonne (Autor); Wachner, Sophia (Autor)
Erscheinungsdatum: 05/2019, 1. Auflage
ISBN: 9783437418617
Preis: 35,00€

Auf den ersten Blick:

Beim Aufschlagen spricht das MEX Gynäkologie durch sein nettes Layout an. Man findet sich aufgrund der sinnvollen Unterteilung gleich zurecht und kann sofort anfangen zu lesen.

Aufbau und Layout:

Das MEX ist didaktisch klar strukturiert und enthält neben den fachlichen Inhalten auch einen Teil mit Tipps zur mündlichen Prüfung. Der Text wird durch farblich akzentuierte Kästen sinnvollerweise immer wieder unterbrochen. Insgesamt ein sehr ansprechendes Layout.

Inhalt:

Schritt für Schritt werden zunächst die wichtigsten Leitsymptome dargestellt, dann die wichtigsten klinischen Fälle und Fragen besprochen. Meiner Meinung nach ist dieser Teil mit den klinischen Fragen und Fällen, der der das MEX am stärksten von anderen Lehrbüchern positiv abgrenzt. Man kann sich von der Anamnese über die Untersuchung bis zur Diagnostik alles selbst erarbeiten und wird anhand von Schlüsselfragen durch den Fall geleitet. Hierbei steht das richtige Vorgehen gleich auf der Seite, sodass man sich lästiges Blättern spart. Anschließend werden die wichtigsten Fakten zu dem jeweiligen Fall noch einmal wiederholt, sodass man am Ende der Lektüre die wichtigen Themen von Gynäkologie und Geburtshilfe gelernt hat.

Abbildungen und Illustrationen:

Die Abbildungen sind sehr farbenfroh, aber trotzdem übersichtlich. Besonders hilfreich finde ich die bunten Kästen, zum Beispiel „Merke“ oder „Für Einserkandidaten“. Ansonsten sind die Abbildungen gut strukturiert und beschriftet und unterstützen das Verständnis der Lektüre.

Fazit:

Das MEX ist gedacht für die Vorbereitung zum dritten STEX, aber auch innerhalb des Studiums zum Lernen nützlich. Etwas Grundwissen in der Gynäkologie sollte man sich allerdings vorher schon anderweitig aneignen, denke ich. Durch den Aufbau wird man zum Mitdenken angeregt und saugt nicht einfach passiv alles in sich auf. Die Fakten werden also mit Patientenfällen verknüpft und in einen Kontext gebracht, was beim Merken immens hilft! Dementsprechend kann ich das Lernen mit dem MEX nur empfehlen!

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 2
Didaktik                                 1
Inhalt                                     2
Relevanz fürs Studium      2
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        2
Graphiken/Tabellen           2
Preis/Leistung                     2

Zielgruppe: Studenten im PJ, kurz vor dem 3.Stex. Eignet sich aber auch für das Lernen im Semester.
Fazit: Note 2

HNO

 

Humangenetik

 

Infektiologie

 

Innere Medizin

EKG endlich verständlich

Verlag: Elsevier
Autoren: Ohly, Albrecht; Kiening, Marion
Erscheinungsdatum: 10/2018, 3. Auflage
ISBN: 9783437414152
Preis: 33,00€

Auf den ersten Blick:

Schlankes Buch im Taschenbuchformat, hat als Extra ein gängiges EKG-Lineal dabei.

Aufbau und Layout:

Der Aufbau des Buchs gleicht dem intelligenten Aufbau aller Lehrbücher des Elsevier Verlags. Farbige Kästen fassen ordentlich zusammen was im vorangegangen Abschnitt wichtig war und geben Ausblick auf die klinische Relevanz. Besonders Hilfreich für schnelles Auswendiglernen sind die gelben „Merke“-Kästchen. Durch kurzgehaltene Kapitel erschlägt einen die Wissensmasse keinesfalls, sondern motiviert zu einer ordentlichen Lernstruktur, anhand der gut abgegrenzten Abschnitte. Ein Register am Ende des Buches ermöglicht das schnelle Nachschlagen.

Inhalt:

Das Buch beinhaltet die Grundlagen der Physiologie, sowie die gängige EKG-Diagnostik. Es ist hier jedoch eher kurz gefasst und setzt Physiologiekenntnisse aus der Vorklinik voraus. Im Anschluss folgt die Pathologie, welche gut strukturiert zusammengefasst wird. Hier gibt es genügend Beispielbilder, welche meiner Meinung nach essentiell für das klinische Wiedererkennen sind. Das letzte Kapitel gibt eine gute Zusammenfassung und hat viele Übungen zur klinischen EKG-Interpretation. Die Lösungen werden schlüssig in einem Kapitel am Schluss gegeben.

Abbildungen und Illustrationen:

Das Lehr- und Übungsbuch ist wie oben bereits erwähnt sehr ordentlich aufgebaut. Das System der Kapitel und Merke-, Zusammenfassungs-, und Klinikkästchen ist einfach zu begreifen und ermöglicht ein schnelles Herausfiltern. Die Abbildungen sind auf dem aktuellsten Stand und absolut ausreichend. Meist werden sie im Fließtext bereits erwähnt und tauchen auf derselben Seite dann gekennzeichnet durch eine Nummer auf. Der Übungsteil besteht logischerweise aus EKGs, welche vom Lernenden interpretiert werden sollen, da die Lösungen allerdings im Kapitel hintendran sind, ist hier einiges Blättern und Suchen notwendig.

Fazit:

Inhaltlich eher kurzgehaltenes Werk, welches Grundkenntnisse aus dem Fach Physiologie voraussetzt. Dennoch sehr gute Zusammenfassung der klinisch relevanten EKG-Diagnostik und Pathologie. Das Layout besticht vor allem durch die ordentlich gekennzeichneten Info-Kästen. Durch den Übungsteil am Schluss denke ich, dass sich dieses Buch vor allem für Studenten des klinischen Studienabschnittes eignet und dort eine gute Vorbereitung auf das PJ-Tertial „Innere Medizin“ oder etwaige Famulaturen sein kann.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 1
Didaktik                                 1
Inhalt                                     2-3
Relevanz fürs Studium      2
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        1
Graphiken/Tabellen            1
Preis/Leistung                     2

Zielgruppe: Studierende der Medizin, Klinik, Praktisches Jahr
Fazit: Note 2

Kinder- und Jugendmedizin

Duale Reihe: Pädiatrie

Verlag: Thieme
Erscheinungsdatum: 2018, 5. Auflage
ISBN: 9783132411531
Preis: 69,99€

Auf den ersten Blick:

Wie alle Bände der Dualen Reihe ist auch das Pädiatrie Lehrbuch sehr umfangreich und auf den ersten Blick vielleicht abschreckend. Beim Aufschlagen sieht man aber auf den ersten Blick, dass der Text gut strukturiert und in kurze Abschnitte unterteilt ist.

Aufbau und Layout:

Die Duale Reihe Pädiatrie ist in dem klassischen Duale-Reihe-Format gehalten, sodass in der Randspalte die wichtigsten Informationen wie in einem Kurzlehrbuch aufgeführt sind. Dadurch kann man beim späteren Wiederholen das Gelernte schnell und einfach rekapitulieren. Der Fließtext ist immer wieder unterbrochen durch bunte Kästen zu klinischen Fallbeispielen, Tabellen oder Merkkästen. Insgesamt überwiegt der Fließtext. Durch die übersichtliche Gliederung und die ansprechende Gestaltung findet man sich sehr schnell zurecht.

Inhalt:

In diesem Lehrbuch werden alle wichtigen Themen der Pädiatrie ausführlich und inhaltlich stimmig erklärt. Man kann in den meisten Kapiteln dem Gedankengang des Verfassers sehr gut folgen und versteht so die behandelten Themen sehr gut. Da viele Themen von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden, variiert es allerdings von Kapitel zu Kapitel, wie gut nachvollziehbar die Krankheitsbilder dargestellt werden. Dies ist sicherlich aber auch vom Lerntyp abhängig. Im Großen und Ganzen kann man aber alle behandelten Themen sehr gut verstehen. Die Krankheitsbilder werden sehr ausführlich besprochen, sodass der Inhalt sicherlich über die Grundlagen hinaus geht. Ich habe die Duale Reihe deshalb eher als Ergänzungs- und Nachschlagewerk benutzt. Wenn man aber etwas nachschauen oder genauer verstehen will, ist die Duale Reihe Pädiatrie sicherlich dafür geeignet.

Fazit:

Die Duale Reihe ist sehr umfangreich und als Ergänzung und zum Nachschalgen sehr gut geeignet. Es werden alle wichtigen Themen der Pädiatrie verständlich und ausführlich erklärt, sodass das Lehrbuch für ein tieferes Verständnis sehr nützlich ist. Dementsprechend eignet sich die Duale Reihe, meiner Meinung nach, vor allem für pädiatrisch interessierte Studierende. Als ersten Eindruck oder Überblick ist sie wahrscheinlich zu ausführlich.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 2
Didaktik                                 2
Inhalt                                     1
Relevanz fürs Studium      2
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        3
Graphiken/Tabellen            1
Preis/Leistung                     2
Fazit: Note 2
Zielgruppe: Studierende der Medizin, Klinik, Praktisches Jahr

 

Klinische Chemie

Taschenatlas Hämatologie

Verlag: Thieme
Herausgeber: Torsten Haferlach, Marianne Engels, Heinz Diem
Erscheinungsdatum: 2019, 7. Auflage
ISBN: 9783132408296
Preis: 49,99€

Auf den ersten Blick:

Man hält einen Taschenatlas in der Hand, welcher aufgrund des Umfangs aber durchaus den Eindruck vermittelt, alle wichtigen Informationen zu dem Thema zu enthalten. Die vielen histologischen Bilder in guter Qualität vermitteln einen guten Eindruck.

Aufbau und Layout:

Der Taschenatlas gliedert sich didaktisch sinnvoll in fünf große Kapitel. Begonnen wird mit ‘Physiologie und Pathophysiologie der Blutzellen – Methoden und Untersuchungstechniken’ . Hier geht es primär um Untersuchungstechniken und Normwerte. Am Ende des Kapitels findet man einen ‘Diagnostischen Stufenplan’ , welcher in der Praxis sicherlich sehr hilfreich als Leitfaden sein kann. Das 2. Kapitel ‘Normale Zellen des peripheren Blutes und der Blutbildenden Organe’ gibt einen ausführlichen Überblick über das gesamte Blutbild mit allen Vorstufen der jeweiligen Zellreihen. Zu jeder Zellreihe sind sehr viele Bilder vorhanden und es wird auch immer die diagnostische Bedeutung erläutert. Die nächsten zwei Kapitel ‘Störung der weißen Zellreihe’ und ‘Störung der Erythrocyten und Thrombocyten’ beschäftigen sich nun ausführlich mit der Pathologie dieser Reihen. Das letzte Kapitel ‘Zytologie von Körperhöhlenergüssen, Liquor und Lymphknoten’ ist eine gute Ergänzung, auch wenn es auf den ersten Blick nicht direkt etwas mit Hämatologie zu tun hat. Das Layout entspricht dem klassischen Thieme-Layout. Die Schrift ist gut lesbar, Überschriften sind klar abgegrenzt. Extra Informationsboxen sind entsprechend farblich gekennzeichnet, was alles sehr übersichtlich erscheinen lässt.

Inhalt:

Der Taschenatlas Hämatologie enthält inhaltlich alles, was man erwartet. Angefangen mit den Grundlagen der Blutzellen in der Theorie und auch der praktischen Beschreibung von Probengewinnung jeglicher Art liefert er eine gute Basis. Sämtliche Diagnostikmethoden werden erläutert und auch deren Relevanz aufgezeigt. Durch das ergänzende Bildmaterial und übersichtliche Tabellen bekommt man einen sehr guten Eindruck, wie ein gesundes und auch ein pathologisches Blutbild aussieht. Den größten Teil stellen natürlich die Pathologien dar, die sehr ausführlich aufgeführt sind. Auch hier wurden viele Bilder verarbeitet, alle aktuellen WHO Klassifikationen sind vorhanden. Es geht allerdings tatsächlich ausschließlich um die Veränderungen im Blutbild, weitere Informationen zu den Krankheitsbildern wie Symptome oder Therapieansätze findet man nicht. Es ist eben kein Lehrbuch sondern ein Nachschlagewerk, um die Veränderung der Blutzellen zu einem Krankheitsbild kompakt und mit gutem Bildmaterial nachschauen zu können.

Abbildungen und Illustrationen:

Ich denke die Abbildungen (besonders die histologischen der Blutzellen) sind das Aushängeschild des Taschenatlas. Man findet zu den meisten Krankheiten mehrere charakteristische Bilder mit ausreichender Erklärung. Die Bilder sind von überzeugender Qualität und sonst schwer zu finden. Auch die Tabellen sind eine gute Ergänzung zum Text und sehr übersichtlich.

Fazit:

Der Taschenatlas Hämatologie ist natürlich kein Lehrbuch, welches man im Studium dringend brauchen würde. Allerdings bietet er gerade wegen der guten Bilder eine Möglichkeit, sich die verschiedenen Blutzellen und Pathologien einzuprägen und kompakt nachschlagen zu können. Ich denke in der Praxis ist er sehr brauchbar, da er von Untersuchungsmethoden und Vorgehen bis zur endgültigen Diagnose inklusive WHO Kriterien alles enthält, aber auch nicht mit Informationen erschlägt. Zusätzlich hat man automatisch eine Online-Version zur Verfügung, wodurch man noch schneller etwas nachschlagen kann. Zum Lernen ist er also weniger geeignet, für die Praxis dafür umso mehr. Allerdings finde ich ihn für 49,99€ relativ teuer.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 2
Didaktik                                 2
Inhalt                                     2
Relevanz fürs Studium      4
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        1
Graphiken/Tabellen            1
Preis/Leistung                     3
Fazit: Note 2
Zielgruppe: Mediziner in der Praxis

Medizinische Statistik

 

Mikrobiologie

 

Neurologie

MEX Neurologie

Verlag: Elsevier
Autoren: Bender, Andreas (Herausgeber); Dimitriadis, Konstantin (Autor); Rémi, Jan (Autor)
Erscheinungsdatum: 01/2018, 1. Auflage
ISBN: 9783437411830
Preis: 35,00€

Auf den ersten Blick:

„Bestens gewappnet, um Deinen Prüfern Rede und Antwort zu stehen!“ Dies ist das Ziel der MEX- Das Mündliche Examen Reihe des Elsevier Verlags. „Enorm effizient und ohne unnötigen Ballast“ verspricht das Buch auf „die letzte Hürde vor Deinem Abschluss“ vorzubereiten. Große Worte, aber tatsächlich gelingt es den Autoren die wichtigsten Themen der Neurologie mit vielen praktischen Tipps prüfungsorientiert darzustellen.

Aufbau und Layout:

5 Kapitel, 242 Seiten Wissen- soweit die harten Fakten. Zahlreiche farblich hervorgehobene Boxen („Merke“, „Tipp“, „Plus“ oder „Für den Einserkandidaten“) machen die Lektüre abwechslungsreich und erleichtern die Fokussierung auf das Wichtigste. Besonders hilfreich sind die Hinweise auf häufige Fehler oder technische Ungenauigkeiten. Die zahlreichen Abbildungen und Tabellen sind didaktisch sehr gut aufgebaut und ergänzen den leicht geschriebenen Text. Da es noch die 1. Auflage ist finden sich hin und wieder Rechtschreibfehler, die das Verständnis aber nicht beeinträchtigen.

Inhalt:

Los geht’s im 1. Kapitel mit Fakten und Ratschlägen zur Vorbereitung und dem Prüfungsablauf. Die Autoren, allesamt Staatsexamensprüfer, plaudern aus dem Nähkästchen, sensibilisieren für No-Gos und berichten aus ihrer Perspektive. Kapitel 2 beschreibt Klinische Untersuchung, Diagnostik und Differenzialdiagnose. In Kapitel 3 werden Leitsymptome und in Ablaufschemata dargestellt, was sich besonders gut zum Wiederholen eignet. Die Schemata sind gut gemacht und beinhalten auch nochmal Diagnostik und Therapie. In Kapitel 4 werden Fallbeispiele mit dazugehörigen Prüfungsfragen beantwortet. Kapitel 5 vermittelt mit den „wichtigsten Fragen der Neurologie“ nochmal neurologisches Wissen. Abgerundet wird das Ganze von einem Bilderquiz mit CT- und MRT-Bildern. Das „Frage-Antwort-Prinzip“ erlaubt ein schnelles und prüfungsorientiertes Lernen.

Abbildungen und Illustrationen:

Bunt, aber dennoch klar und übersichtlich führt das Buch durch die wichtigsten Themen der Neurologie. Die verwendeten Zeichnungen, CT- und MRT-Bilder beschränken sich auf das Wesentliche und erleichtern das Verständnis.

Fazit:

Von meiner Seite eine klare Kaufempfehlung! Das Buch ist didaktisch gut aufgebaut und bietet mit den vielen Fällen, Beispielsfragen und Tipps eine effektive Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Die Autoren setzen klare Schwerpunkte und trennen Basics von Wissen für „Neurologische Experten und richtige Durchblicker“. Idealerweise hat man schon während des Tertials einen Blick in das Buch geworfen. Denn trotz des guten Konzepts wird man zum Durcharbeiten etwas Zeit benötigen- vor allem wenn man die Fragen wirklich selbst durchdenken möchte.

Auf einen Blick (Schulnote 1-6)
Formaler Aufbau                 2
Didaktik                                 1
Inhalt                                     2
Relevanz fürs Studium      2
Layout insgesamt                1
Abbildungen                        1
Graphiken/Tabellen          1
Preis/Leistung                    2

Zielgruppe: Studenten im PJ und kurz vor dem 3.Stex. Eignet sich aber auch für das Lernen im Semester 😊
Fazit: Note 2

Notfallmedizin

 

Orthopädie und Unfallchirurgie

 

Palliativmedizin

 

Pathologie

 

Pharmakologie und Toxikologie

Titel: Meditricks: Antibiotika – Verstehen. Merken. (Januar 2019)

Autor: Meditricks; Paul von Poellnitz, Preis: 22,35 € inkl. Versand

ISBN: 978-3-946486-08-4

 

Auf einen Blick Schulnote (1-6):

  • Erster Eindruck: 2
  • Formaler Aufbau: 2-
  • Didaktik: 1
  • Inhalt: 2+
  • Relevanz fürs Studium: 1
  • Layout insgesamt: 2
  • Abbildungen: 1
  • Grafiken /Tabellen: 1
  • Preis-Leistung: 2-
  • Zielgruppe: Unserer Meinung nach eignet sich das Buch vor allem für den ersten Kontakt mit pharmazeutischer Lehre und Antibiotika sowie zum Auffrischen von Wissen im gesamtem Verlauf des Studiums.
Mehr Information

Auf den ersten Blick:

Wirkt die 2. korrigierte Auflage (mittlerweile gibt es bereits die 3. Auflage) handlich, kompakt und ansprechend. Der Titel „Antibiotika – Verstehen. Merken.“ in der Zusammenschau mit dem Titelbild aus zwei Bakterien in einer Manege macht neugierig – gerade auch, weil das Buch nicht wie ein klassisches Fachbuch aussieht. Direkt auf den ersten Seiten taucht man in das Medilearn-Universum ein und findet durch gut strukturierte Übersichten wie die Antibiotika Mindmap oder grampositive und –negative Erregerspektren einen guten Einstieg in das Thema.

Aufbau und Layout:

Auf einen Blick:

  • 104 seitiges Buch im Din A5-Format
  • 23 Antibiotikaklassen
  • über 100 farbige Illustrationen, Zusammenfassungen, Mindmaps, Übersichtstabellen zu Wirkspektren

Das Buch stellt strukturiert und in sinnvoller Reihenfolge alle relevanten Antibiotikaklassen samt Untergruppen vor. Dabei werden zunächst für jedes Antibiotikum in einem Steckbrief Informationen wie Wirkmechanismus, Wirkspektrum, Substanzen samt Wirkstoffname, sowie Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Indikation und Kontraindikation – ähnlich einer DIN A5 Karteikarte – aufgelistet. Diese Angaben sind direkt im Anschluss kreativ in Form von Comics oder kompakt auf der folgenden Seite als Illustration verarbeitet.

Inhalt:

Inhalt des Buches sind folgende Antibiotika: Penicilline, Cephalosporine, Carbapeneme, Monobactame, Glykopeptide, Fosfomycin, Aminoglykoside, Makrolide, Lincosamide, Tetrazykline, Tigecyclin, Fluorchinolone, Cotrimoxazol, Metronidazol, Nitrofurantoin, Fusidinsäure, Linezolid, Chloramphenicol, Chloroquin und die Tuberkulostatika: Pyrazinamid, Rifampicin, Ethambutol, Isoniazid

Darüber hinaus wird auch auf besondere Umstände und Aspekte eingegangen:

  • Vorstellung Problemkeime wie z. B. Pseudomonaden, Legionellen samt Risiken, Behandlungsmöglichkeiten, etc.
  • Tuberkulostatika und Tuberkulose-Therapie
  • Antibiotika-Therapie in der Schwangerschaft
  • Schlüsselbegriffe wie Fototoxizität, Red Man Syndrom, etc. (besonders für die mündliche Pharmakologie-Prüfung hilfreich)

Besonders hervorzuheben: Die Option „Vorlesen lassen“, bei der die Merkbilder wie in den Meditricks-Videos vorgestellt und erläutert werden – allerdings benötigt man hierzu einen eigenen Account auf der medilearn-Website und erhält die Möglichkeit nicht direkt beim Kauf des Buches dazu.

Abbildungen und Illustration:

Da Meditricks Illustrationen als Hauptmedium der Wissensvermittlung nutzt, liegt auch für uns ein besonderes Augenmerk darauf:

Für „Meditricks“-Neulinge lohnt es sich, vor dem ersten Lesen evtl. eines ihrer Beispielvideos auf www.meditricks.de oder Youtube anzusehen, um eine Vorstellung von der Technik hinter den Merkbildern zu bekommen.

Das komplette Buch ist in Farbe gedruckt. Jedem  Antibiotikum ist eine eigene Geschichte oder ein eigenes Merkbild gewidmet.

Die Lehr- und Lerninhalte aus dem ergänzenden Text sind dabei spielerisch und gleichzeitig wissenschaftlich fundiert aufbereitet und erlauben einen neuen Zugang zu der Thematik „Antibiotika“.

Durch die Dichte der Informationen in einem Bild ist es ratsam, das Buch kontinuierlich und parallel zum Pharmakologie-Kurs während des Semesters zu lesen, da nicht alle Bilder an einem Tag auswendig gelernt werden können. Dafür bleiben die Informationen durch die Merkbilder aber umso langfristiger im Kopf.

Fazit:

Durch die Verbindung aus textbasiertem Lerninhalt und dessen Umsetzung in Form von Merkbildern fällt es im Verlauf des Lernprozesses und beim Wiederholen der einzelnen Substanzklassen leichter, die Informationen direkt mit den Merkbildern zu verknüpfen und zu erinnern.

Diese alternative, kreative Lernmethode mit ihren eingängigen Merkhilfen und Eselsbrücken ist eine optimale Ergänzung zu klassischen Lehrbüchern oder Skripten und besonders für visuelle und auditive Lerntypen ein Gewinn.

Erhältlich ist das Buch in gut sortierten Fachbuchgeschäften sowie über Meditricks direkt unter https://www.meditricks.de/amember/cart für 22,35 € inkl. Versand

 

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