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Lehrbuch Psychiatrie
Autor Fleischhacker, Wolfgang; Hinterhuber, Hartmann (Hrsg.) http://medizin-mainz.de/wp-content/uploads/2014/11/psych-wpcf_150x220.jpg
ISBN978-3-211-89864-2
Preis39,99€
VerlagSpringer
BuchreiheLehrbuch
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Auf den ersten Blick
Fleischhacker’s Lehrbuch Psychiatrie wirkt wie alles andere als ein Lehrbuch im eigentlichen Sinne; viel mehr ein Nachschlagewerk, ein Lexikon. Die preisgünstige Haptik unterstreicht diesen vorerst abschreckenden Eindruck. Dünne Seiten, dünner Einband und mit 587 Seiten kommt es insgesamt doch recht kompakt daher.
Seriös und wenig verspielt stellt es die aktuellen Krankheitsbilder im Fachgebiet der Psycholgie und Psychiatrie anhand der ICD-10 Klassifikation vor, was dem ganzen einen merklich roten Faden verleiht, und verzahnt dessen Erkenntnisse mit neusten Forschungsergebnissen aus Pharmakologie, Sozialpsychiatrie und Psychiotherapie.
Besonders erwähnenswert erscheint das Glossar psychiatrischer und psychopathologischer Fachausdrücke, welches eine jeweils kurz und bündige Erklärung zu im der Text besprochenen Begrifflichkeiten liefert.
Aufbau und Layout
Der Aufbau des Lehrbuches ist streng nach der aktuellen ICD-10 Klassifikation gegliedert. Von den organischen psychischen Störungen, über Störungen psychotroper Substanzen, Schizophrenie, affektiver Störungen, somatoformer Störungen und Persönlichkeitsstörungen, behandelt es die Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die Gerontopsychiologie, geht auf Suizid und suizidales Verhalten und auf Schlafstörungen ein. Den Abschluss bilden die Ausführung psychotherapeutischer Verfahren und die Sozialpsychiatrie sowie in Gänze die psychiatrische Rehabilitation.
Anders als es man es von einem modernen Springer-Verlag Buch erwarten wöllte, sind die Seiten monoton und voller Text. Als einzige farbliche Komponente, die zugleich Licht ins Dunkeln bringt, sind die mäßigen Überschriften dunkelblau gehalten.
Zu jedem Kapitel finden sich anschauliche Fallbeispiele, die den zuvor behandelten Stoff gut einbetten und abrunden wollen.
In der Einführung des Buches, stellen die Autoren gängige Methoden im Klinikalltag vor; von der Anamenese-, und Befunderhebung über neuropsychologische Verfahren und Perönlichkeitstests.
Inhalt
Das Buch stellt zu jedem einzelnen Kapitel und ergo den gruppierten Krankheitskomplexen die jeweiligen historischen wie epidemiolgischen Aspekte, die Psychopathologie, die Klassifikationssysteme und diagnostischen Kriterien in Anlehnung an den ICD-10, Verläufe und Prognose, die Ätiologie sowie gegeben die therapeutischen Optionen, vor. Ein besonderes Augenmerk gilt der Psychopharmaka, die bis ins kleinste Detail mitsamt ihren Neben-, und Wechselwirkungen beschrieben wird; Gegenüberstellungen als Gegenstand aktueller Forschung.
Abgerundet werden die Unterkapitel mit einem realen Fallbesipiel; die einzelnen Pathologien erhalten ihren entsprechenden Code.
Abbildungen und Tabellen
Illustrationen und Tabellen sind eher rar verstreut im Buch zu finden und beschränken sich zumeist auf die entnommenen ICD-10 Klassifikationen. Vereinzelt finden sich Abbildungen zu entsprechenden Persönlichkeitsmodellen oder Auflistungen von therapeutsich eingesetzten Psychopharmaka, die anhand ihrer Wirkweise in Grafen oder Tabellen gegenüberstehen.
Fazit
Das Buch ist insgesamt recht übersichtlich gestaltet, sofern man sich am langen Inhaltsverzeichnis entlanghangeln mag, dient aber doch eher als Nachschlagewerk und nicht als Standardlektüre für jeden Studierenden im Fachgebiet der Psychistrie. Die Alzheimerkrankheit wurde ebenso sehr besprochen wie die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit oder AIDS-Demenz. Von Anorexia und Bulimia nervosa bis hin zu Adipositas.
Wer schnell einen Begriff nachschauen mag, der sucht im übersichtlichen Glossar. Ist meist einfacher als erst zu googln. Dennoch bleibt: ein nur bedingter Kaufzwang.
Notenverteilung
Erster Eindruck3
Formaler Aufbau1
Didaktik2
Inhalt2
Relevanz fürs Studium3
Layout insgesamt3
Abbildungen4
Grafiken /Tabellen4
Preis-Leistung2
Notendurchschnitt
2,66
Zielgruppe
klinische Semester und Berufseinsteiger
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