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Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Autor Lenarz, Thomas, Boenninghaus; Hans-Georg http://medizin-mainz.de/wp-content/uploads/2014/11/HNO-wpcf_150x213.jpg
ISBN978-3-642-21130-0
Preis29,95 €
VerlagSpringer
Buchreihe
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Auf den ersten Blick
Dass Bücher von Grund auf immer billiger produziert werden müssen, der Preis hingegen konstant (hoch) bleibt, ist nur ein Manko von den Taschenbüchern im Springer-Verlag, welches sich an der Haptik bemerkbar macht und beim Blättern unangenehme Gefühle aufkommen lässt, die an das Kratzen von Fingernägeln an einer Tafel erinnert. Das Softcover ist sehr sehr soft und von der Papierstärke nicht wesentlich dicker als die Einzelseiten; das Gefühl eines Buches geht als solches verloren; doch viel wesentlicher der Inhalt mitsamt des daraus resultierenden Lerneffektes:
Das Buch kommt insgesamt sehr bunt und mit seinen vielen Abbildungen (441) sehr studierendenfreundlich daher. In der Mitte befindet sich auf 41 Seiten ein Fallquiz welches als gute Vorbereitung vor mündlichen und schriftlichen Prüfungen gelten kann.
Am Ende zeigen übersichtliche Tabellen den Weg vom jeweiligen Hauptsymptom zu den häufgsten Diagnosen auf, die differntialdiagnostisch sehr gerne gefragt werden.
Aufbau und Layout
Das Buch ist sehr übersichtlich gegliedert und arbeitet die einzelnen Organsysteme Ohr, Nase, Pharynx, Larynx, Ösophagus, Hals und Kopfspeicheldrüsen nacheinander ab. Die einzelnen Kapitel beginnen jeweils mit der Anatomie, dass man die vorklinischen Gegebenheiten noch einmal Revue passieren lassen kann, und geht dann von den gängisten Untersuchungsmethoden in die klinischen Aspekte über. Von erworbenen Pathologien über angeborenen Anomalien bis zu plastischen Maßnahmen ist nahezu alles enthalten.
Ein extra Kapitel wurde den Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen gewidmet, welche als krönender Abschluss des Lehrbuches dienen.
Wie man es von der neuen Generation der Springer-Verlag Büchern kennt, sind die Kapitel didaktisch sinnvoll mit einer Einführung, einer Praxisbox und einer Kurzzusammenfassung versehen. Was in vorangegangenen Staatsexamina bereits gefragt worden ist, oder was die Autoren als die wichtigsten Prüfungsaspekte befinden, ist rot gekennzeichnet worden, und erleichtert dem Studierdenen das zeilgerichtete Suchen nach brisanten Informationen
Inhalt
Die einzelnen Organsysteme sind logisch von kranial nach kaudal aufgearbeitet worden und bieten dem wissbegierigen Leser einen fundierten Überblick über das täglich Brot der HNO. Die Unterkapitel der Anatomie und Physiologie sind mit sorgfältig ausgewählten Abbildungen illustriert und lassen in Hinblick auf den vorklinischen Präpkurs keinerlei Wünsche offen. Nach hinreichenden Nachbegabungen ob der Funktionalität und der bildgebenden sowie der funktionalen Prüfungen des Organsystems, werden nacheinander die einzelnen Kliniken beschrieben. Dabei findet man fast zu jeder Pathologie das entsprechende Fotoexemplar, welches dem ganzen Buch eine enorme Anschaulichkeit verschafft. Untergliedert nahezu durchgehend konstant in Definition, Ätiologie, Diagnose und Therapie, lässt sich ein roter Faden deutlich erkennen, was das Arbeiten mit dem Lehrbuch grundsätzlich erleichtert und die Suche im Text auf ein Vielfaches beschleunigt.
Abbildungen und Tabellen
Die 414 Abbildungen und 6 Tabellen sind der wohl dominierende Bestandteil des Buches. Obschon die Anzahl der Tabellen durchaus gering erscheinen mag, so ist doch die Zusammenfassung am Ende des jeweiligen Unterkapitels mitsamt seiner realitätsnahen und nicht geschönten Illustration, die beim Memorisieren ungemein hilfreich sein kann, beschreibend genug. Und schließlich findet man auf fast jeder Doppeleite mindestens eine Farbbbildung und oder eine bunte Box.
Fazit
Der Unterschied von einem Lehrbuch zu einem Kurzlehrbuch besteht im Fehlen von Abbildungen und Illustrationen in letzterem. Doch genau diesen Spagat zwischen kurz und bündig und gut dokumentiert, wagt die 14. Auflage HNO von Lenarz und Boenninghaus, erschienen im Springer-Verlag.
Ein gutes Buch ist maximal so gut wie seine Abbildungen, die dem Studierenden einen Hauch von Tatsachenberichten erschaffen und fernab von all der Theorie die Anschaulichkeit der Materie bewahren, die für den späteren Medizineralltag so unabdingbar ist.
Mit diesem geballten Input an Visuellem und Informativen kann man getrost von der unangenehmen Haptik beim Seitenblättern hinwegsehen, und selbst wenn das softe Softcover beim einmal in die Handnehmen sofort verknickt, ist das Buch eine dennoch lohnenswerte Investition. Für alle Studierenden in der Klinik ein Muss.
Notenverteilung
Erster Eindruck2
Formaler Aufbau1
Didaktik1
Inhalt2
Relevanz fürs Studium1
Layout insgesamt1
Abbildungen1
Grafiken /Tabellen3
Preis-Leistung1
Notendurchschnitt
1,44
Zielgruppe
klinische Semester und Berufseinsteiger
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