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Basiswissen Palliativmedizin
Autor Schnell, Martin W., Schulz, Christian http://medizin-mainz.de/wp-content/uploads/2014/11/palliativ-wpcf_150x213.jpg
ISBN978-3-642-38689-3
Preis19,99€
VerlagSpringer
BuchreiheBasiswissen
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Auf den ersten Blick
Auf den ersten Blick ist dieses Lehrbuch für Palliativmedizin so gehalten, wie man es von der Reihe „Basiswissen“ kennt. Kurz und prägnant unter Zuhilfenahme vieler Tabellen wird die Thematik in relativ kleinem Rahmen möglichst umfassend präsentiert.
Aufbau und Layout
Basiswissen Palliativmedizin ist in 18 Kapitel gegliedert, die nochmals weiter unterteilt sind. So lautet ein Thema „Symptome in der Palliativmedizin“ mit Unterpunkten wie Fatigue, Schmerz, Atemnot, Angst, Delir, Obstipation oder Ernährung.
Bei dem Thema Schmerz wird in eigenen Abschnitten auf die Definition, die Ursachen von Schmerz bei Tumorpatienten, die Diagnostik und die Therapie eingegangen. Vor allem bei der Therapie werden sehr viele Tabellen eingesetzt, um die verschiedenen Schemata der Therapie darzustellen, inklusive Wirkstoffen, Dosierungen und Therapieoptionen.
Gerade durch die Vielzahl solcher tabellarischer Darstellungen, wie hier geschildert, kann man sich in dem Buch schnell zurechtfinden und auch in kurzer Zeit alle relevanten Informationen übersichtlich nachschlagen.
Die Fließtexte sind allerdings etwas unübersichtlich. Markierungen fehlen häufig und Absätze sind meiner Meinung nach zu selten eingesetzt.
Inhalt
Dieses Lehrbuch hat den Anspruch in relativ kurzem Umfang alle relevanten Themengebiete der Palliativmedizin abzudecken, was meiner Meinung nach auch gelungen ist. Dem Leser wird in schwierigen Situationen, in denen man sich sicherlich schnell überfordert fühlen kann, eine Hilfe in die Hand gegeben, anhand der er sich durch diese Situationen arbeiten kann. Dadurch werden komplexe, schwierige Themen stärker greif- und lösbar. Es wird auf alle möglichen Phasen, die ein Patient in der Palliativmedizin durchlaufen kann, eingegangen. Dabei werden dem Leser konkrete Lösungsstrategien angeboten. Hervorzuheben sind die Themen „Kommunikation am Lebensende“. Hier wird einem auch anhand von Beispielen aus der Praxis gezeigt, wie man heruasfordernde Nachrichten überbringen kann, oder wie man eine schlechte Prognose formulieren sollte. Gerade solche Fertigkeiten kommen im Studium sicher zu kurz. Hier kann bestimmt jeder Student etwas für seine spätere Tätigkeit lernen, unabhängig vom später gewählten Fach.
Der umfangreiche Inhalt ist zeitweise ermüdend geschrieben. Die Tabellen sind wie schon erwähnt gut, der Fließtext könnte jedoch konkreter sein. Außerdem könnten die Autoren „schneller auf den Punkt“ kommen.
Abbildungen und Tabellen
Das Buch besticht sicherlich nicht durch Abbildungen, Graphiken und „bunten Bildern“, was aber natürlich auch dem Fach geschuldet ist. Es kommt mit 28 Abbildungen und 74 Tabellen aus, wobei vor allem die Tabellen hervorzuheben sind. Vor allem im Bereich „Therapie“ sind sie sehr hilfreich, in dem Therapieoptionen übersichtlich dargestellt werden. Im Kapitel „Kommunikation in der Palliativmedizin“ sind die Tabellen zum Teil sehr überladen, mit seitenlagen Texten pro Spalte.
Fazit
Hier wird ein gutes Lehrbuch der Palliativmedizin angeboten, das einem in vielen Situationen weiterhelfen kann und sich auch als Nachschlagewerk eignet. Die Thematik ist vollständig, die Tabellen größtenteils sinnvoll eingesetzt und übersichtlich. Leichte Schwächen sehe ich am Schreibstil, der etwas zu ausufernd ausgefallen ist und der einem das schnelle Filtern oder Suchen von Informationen erschwert.
Notenverteilung
Erster Eindruck2
Formaler Aufbau2
Didaktik2
Inhalt2
Relevanz fürs Studium3
Layout insgesamt3
Abbildungen3
Grafiken /Tabellen3
Preis-Leistung3
Notendurchschnitt
2,5
Zielgruppe
Studenten und Ärzte
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